Aufsatz 
Die Waldenser-Gemeinde Pragela auf ihrer Wanderung ins Hessenland : aktenmässige Untersuchungen / von Daniel Bonin
Entstehung
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Doch bald sollte für sie die Zeit der Verfolgung von neuem anbrechen.

Am 25. Oktober 1696 schreibt Papon, der spätere Geist- liche der Waldenser Gemeinde Mörfelden-Gundhof(Walldorf), an den Landgrafen von Hessen-Darmstadt von den Thalern von Luzerne aus:Die Verhältnisse haben sich hier derart gedùndert, dass jeder daran denkt, anderswo eine Zuflucht zu suchen. Ich habe nur noch den einen Wunsch, eine Anzahl Familien mit mir zu nehmen und mich in das Land Eurer Durch- laucht zurückzuzichen, um dort unter einer so milden und gnä- digen Herrschaft meine Tage zu beschliessen. Doch bevor ich mich auf den Weg mache, möchte ich bei Eurer Hoheit an- fragen, ob sie dieselben Privilegien wie vor 8 oder 9 Jahren uns gnädigst gestatten wolle. Ich habe über diesen Punkt Herrn Banquier Jsaac Behagel in Frankfurt geschrieben, einem meiner besten Freunde, und ich hoffe, dass er mir die Ent- schliessungen Ew. Hoheit mitteilen wird, sobald er sie erfahren hat, damit wir unsere Massregeln ergreifen und die Reise ohne Verzug antreten können. Mit dem Ausdruck meiner aufrichtigen Dankbarkeit für die Gnade und das Wohlwollen, das Ew. Hoheit meinem verstorbenen Vater und unserer Kolonie früher gnädigst erwiesen hat, bin ich Ew. Durchlaucht unterthäniger Diener. Aus einem Briefe, den Gio Comba am 29. Dezember 1697 von St. Jean aus- in italienischer Sprache nach Zürich schreibt, geht hervor, dass in St. Gio: Sig. Arnaudo, in La Tour: Sig. Giraud, in Angrogne: Sig. Malanot, in Rora: Sig. Dumas, in Villar: Sig. Giordan, in Bobi: Sig. Legero, in Praly: Sig. Renaudin, in Massel ou Maneylia: Sig. Ber- tin, in Ville Sêche: Sig. Motous, in Pomaret: Sig. Giavel, in Pramol: Sig. Giaerro, in St. Germain: altro Sig. Gi a- erro, in Rocca piatta et Prarustino: Sig. Papon die Pflicht des Geistlichen und Seelsorgers erfüllte.

Am 25. März 1697 schreibt Arnaud aus La Tour in den Thälern an den holländischen Gesandten Valkenier: Wir leben in unseren Thälern scheinbar ruhig; doch führt man einen geheimen und verborgenen Krieg gegen uns. Der Herzog möchte wohl das Thal Perouse mit seinen alten walden-