Aufsatz 
Die Waldenser-Gemeinde Pragela auf ihrer Wanderung ins Hessenland : aktenmässige Untersuchungen / von Daniel Bonin
Entstehung
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sischen Einwohnern wieder besetzen, doch stellt sich diesem Plane Frankreich unter dem Vorwand der Religion entgegen, um hier freien Durchgang für seine Absichten gegen- Mailand zu behalten. In ähnlicher Weise drückt sich Papon aus in einem Schreiben vom 10. April 1697 an denselben Ge- sandten:Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für die Sorg- falt, mit der Sie die Mächte über unsere Lage unterrichten. Es ist allerdings wahr, dass Pignerol ohne Besatzung ist, und dass die französischen Bataillons sich zurückgezogen haben; es ist wahr, dass man den früheren Bewohnern des Thales Perouse gestattet hat, ihre Felder in diesem Thale zu bestellen; doch sie dürfen dort nicht wohnen und müssen je den Abend von hier in die anderen ihnen erlaubten Thäler sich zurückziehen.

Manche bleiben unter diesen Umständen nicht treu und wenden sich dahin, wo man ihnen schmeichelt und wo man sie gerne aufnimmt. Wir hoffen, bald eine Synode halten zu können, von deren Ergebnis ich Ihnen möglichst bald Mit- teilung zugehen lassen will. Wir sind dankbar für Ihre Rat- schläge, die wir so nötig haben für den Fall, dass der Himmel sich verdunkelt, und ein neuer Sturm über uns hereinbricht; wenn es nöthig wird, sich zur Abreise zu rüsten, muss ent- schieden werden, ob man besser nach und nach insgeheim oder nach von dem Herzog eingeholter Erlaubnis in Abteilungen abzieht. Die Thüre ist noch offen, und man hält niemand zurück. Wir wissen nicht, ob man sie bald schliesst und ob man uns Hindernisse auf der Flucht entgegensetzt. Eines nur wissen wir, dass unsere Nachbarn uns nicht lieben, dass die Propaganda nicht schläft, dass wir zwischen Frankreich und Piemont in einer Art Gefängnis uns befinden, dem wir nicht entrinnen können, ohne vernichtet zu werden, wenn beide es wollen. Wir sind hier von der Welt ganz abgeschlossen und deshalb unendlich dankbar, wenn wir gelegentlich einmal hören, was draussen in der Welt vorgeht.

Die Lage des armen, bedrückten Volkes, das sein Blut vergossen im Dienste des Herzogs, wird immer trauriger. Am 30. Januar 1698 richten Heury Arnaud, pasteur et modera-