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anderen deutschen Staaten schon Unterkunft gefunden hatten, zichen jetzt wieder nach den piemontesischen Thälern zurück.
Am 15. April 1692 richten von Schaffhausen aus 5 Wal- denser im Namen der„Piemontois Refugies“ ein Dankschreiben an den Rath der Stadt Zürich, dessen Inhalt also lautet:
„Die Vorsehung, die uns durch die Städte Israéls wandern hiess, hat uns in Eurem Lande einen Teil unserer Wanderschaft verbringen lassen wie in einem zweiten Gossen, wo Ihr euch nicht damit begnügtet, uns mit geistiger Nahrung zu trösten, sondern auch erfüllt habt mit Wohlthun während unseres Aufenthaltes; Eure Häauser, Eure Felder durften wir als die unserigen betrachten nach dem Beispiele der ersten Christen, deren Güter allen gemeinsam waren. Die Vorsehung, die uns in die Fremde geschickt, gestattet uns auch wieder die Rückkehr in die Heimat, wo die christliche Religion seit der Apostel Zeiten in ihrer Reinheit geleuchtet hat. Und wollten wir vergessen, wie viel wir Eurer Güte, Eurer Auf- opferung verdanken, dann würde ganz Europa, es würden die Steine selbst reden von der Hilfe, die Ihr unserem armen Volke habt angedeihen lisszen. Möge der gnädige Gott Euch segnen mit zeitlichem und ewigem Segen, mõge der Herr des Friedens Euch den Frieden bewahren, möge er Euch be- schützen, wie Ihr uns beschützet habt. Bis in die fernsten Zeiten sollen unsere Kinder nicht der Güte und Liebe ver- gessen, die Ihr uns erwiesen habt, da wir hilflos und elend waren.“
Im Staatsarchiv zu Zürich findet sich ferner ein sehr um-
fangreiches Aktenstück:„Remarques de Philalethe vaudois adressées au Rois, Princes, Etats et Seigneuries qui font pure profession de la verité celeste, ce fevrier 1692.“ Zu Beginn der Abhandlung heisst es:„Jedermann weiss, dass der Hof von Turin die Welt davon überzeugen will, dass alles Leid, das die armen waldensischen Kirchen in dem Ver- nichtungskampfe des Jahres 1686 und der nachfolgenden Jahre getroffen hat, nur mit Bedauern und aus Zwang geschehen sei, um Frankreich zu gefallen und vor der ungestümen Wut seiner siegreichen Heere sich zu schützen.“ In eingehender Darstell-


