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bebauen, und deshalb im Werte sehr verschieden waren. Sie be- stehen in Ackerland(= terres), Wiesen(prés), Wald(bois ou hermes), gravières(= grève= Ufersand, vergl. Grève- Platz in Paris), alpes(= alpages, Weideplätze an den Berg- abhängen) und pasquerages.
Das Einheitsmass der liegenden Güter ist die seterée, deren Durchschnittswert in dem hochgelegenen Foussimagne 3 ⅓ liv. beträgt, während im Dorfe Plan, dessen Lage durch den Namen schon bezeichnet wird, dafür 160 liv. angesetzt werden. Ins- gesamt werden 2070 seterées im Werte von 32568 liv. ver- zeichnet, wonach eine seterée durchschnittlich einen Wert von 15,7 liv. hat. In vielen Fällen gehören die Felder einer Familie zu den Gemarkungen benachbarter Orte, was sich leicht durch die Verheiratungen unter Waldensern verschiedener Dörfer er- klärt. So hat Beatrix Flot, die Witwe des Jean Bonin, mit ihren Söhnen Daniel und Thomas, von denen der erstere Magda- lene Friquet und der letztere Margarete Pastre zur Frau hat, 25 seterées sowohl im Heimatdorfe Plan, als auch in Allevet, Chezal, Joussaut und Pattemarche, deren Wert auf 300 liv. sich beläuft. Von Erträgen der Felder und Wiesen, die eingeerntet worden waren, ist nur in einem Falle die Rede: Jaques Pastre aus Traverses und seine Ehefrau Marie Bermond haben noch 8 Klafter(toises) Heu, 18 setiers Roggen(seigle), 3 setiers Weizen(froment), 2 setiers et une emine Hafer(avoine). Das Heu wird dabei mit 24 liv., das Getreide mit 35 liv. 12 s. in Anschlag gebracht.*)
Scheuern, in denen man die Erträgnisse der Felder unter- gebracht hätte, werden nur in seltenen Fällen, und zwar nur bei begüterteren Waldensern erwähnt, so dass gerade dieser Umstand darauf hinweist, dass derartige Gebäude durch kleinere Anbauten am Hause ersetzt wurden. Ebenso hat man das Vieh in der Zeit, wo es nicht auf die Almen getrieben werden konnte, auf die in Gebirgsgegenden bei ärmeren Leuten allge-
*) Anmerk.: setier, ein Getreidemass,= 1 ½ Hektoliter. In Paris: 240 Pfd. émine(lat. hemina), in den Hochalpen ein Fass, dessen Inhalt 22— 30 Lit.(Diction. de l'Académie franç.) Pasquerage= paturage; herme= lande, friche, désert; seterée= contenance de pré qu'un fau- cheur peut couper en un jour.(Mistral, Dictionnaire provençal-français.)


