nach fünfaig Jahren fast in ganz Deutschland mit der grössten Theilnahme begangen wurde undodessen Feier auch durch ein Rescript Kurfürstlichen linisteriums des Innern vom 4 ,Oktober den Gymnâsien unseres Ldândés aufgetragen war. Indessen konnte hier die Feier im Gymmasium an dem bezeichneten Tage nicht vorgenommen werden, weil der bei weitem grösste Theil der Schüler zu der Zeit der Ferien noch in ihrer Heimath sich befand. Die Lehrer und die hiesigen Schüler nebst einigen aus- wärtigen betheiligten sich bei der kirchlichen und übrigen Feier, die in hiesiger Stadt angeordnet war und nach emsiger Vorbereitung unter allgemeiner Mitwirkung del Einwohner in würdiger Weise vor sich gieng. S 36¹ Der Director musste in Gemässheit eines von Kurfürstlichem Mhiistéeriam ergan- gbnen Auftrags vom 19. bis zum 29. Oktober in Cassel bei der praktischen Prüfung mehrerer Candidaten des Gymnasial-Lehramts als Mitglied der Schul- Commission mit- wirken. Die schon mit Unterricht un Gymnasien beauftragten Lehrer Birkenstamm, Theodor Hartwig und EduardeAuth waren es, die sich'dér Prüfung unterzogen. Dureh ein Ministerial-Rescript vom 31. Oktober 1863 wurde dem Director mitge- theilt, dass vermöge Allerhöchster Entschliessung der Candidat des Gymnasiallehramts Bernhard Schmidt als Praktikant bei dem hiesigen Gymnasium behufs Erstehung des Probejahrs zugelassen sei. Derselbe wurde den 7. November in einer Versammlung der Lehrer und Schüler des Gymnasiums in seine Lehrthätigkeit eingeführt. imor Bernhard Schmidt ist geboren zu Hersfeld den 26. December 1841, besuchte das Riesige Gymnasium von Ostern 1851 bis zum Herbst 1859 und studirte vom Herbst 1859 an 2u Marburg Philologie, bis er im Aiugust 1863 von der Commission zu der theore- fischen Prüfung der Bewerber um ein ordentliches Lehramt an Gelehrten-Schulen zu Marburg geprüft und für befähigt zum Gymnasial-Lehramt erklärt wurde. o Iil anbon Söwie schon in Gemässheit einer Allerhöchsten Entschliessung vom 12. August (mitgetheilt durch Beschluss Kurfürstlichen Mimisteriums des Innern vom 31. August 1863) die nachträgliche Auszalllung der schon früher bewilligten Gehaltszulagen für die Jahre 1861 und 1862 den ordentlichen Lehrern des hiesigen Gymnasiums, Dr. Deich- mann, Dr. Wiskemann und Dr. Dieterich zu Theil geworden war, so wurden durch Beschlüsse Kurfürstlichen Ministeriums des Innern vom 7. November in Gemässheit Allerhöchster Rescripte vom I12. August 1863 der Verwaltungs-Commission des Gymna- siums die auf den Antrag der hohen Staatsregierung an die Landständen anderweit regulirten Normalgehalte mitgetheilt, wonach für die ordentlichen Lehrer(50 0. L.) 5
Aufsatz
Dr. Conrad Mel : weiland geistlicher Inspector und Rector des Gymnasiums zu Hersfeld ; ein Lebensbild aus dem Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts / von Alexander Vial
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