Aufsatz 
Übersicht der bisher erschienenen Programmabhandlungen [des Königlichen Gymnasiums zu Marburg/L.] 1834-1891 / von Philipp Schäfer
Entstehung
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Reichsstädten in der Wetterau ernannte. ¹³⁵) Ulrich wollte nun, wie leicht erklärlich ist, diesen

Hauptmann nicht neben sich dulden; er begab sich nach Prag zum Kaiser und erwirkte von ihm, dass die Ernennung des Michael Kurbitz zurückgezogen wurde. ¹⁵⁶,)

Zu Anfang des Jahres 1364 oder vielleicht schon etwas früher muss nun der Krieg gegen Philipp VI. von Falkenstein begonnen haben. Hier finden wir Michael Kurbit⸗z thätig, er hatte Erfolge gegen Philipp, und es kam zu einer Sühne in Friedberg. Der Kaiser befahl daher im Februar 1364 den Städten, den Hauptmann in seiner bisherigen Stellung bis auf weiteres zu lassen, wobei Ulrichs Rechte als Landvogt nicht geschmälert werden sollten. ¹²⁷ Doch Ulrich ruhte nicht eher, bis der Kaiser die dem Kurbitz erteilte Vollmacht abermals widerrief. Dies geschah am 1. Mai 1364 in Bautzen, ¹²⁸) wo Ulrich selbst anwesend war. Hier ordnete der Kaiser ausserdem die Erhebung eines neuen Zolles zu Gelnhausen, Frank- furt und Friedberg an und betraute den Landvogt Ulrich mit allen Massregeln, die dazu nötig seien. ¹³⁴⁵) Nun ging Ulrich gegen Philipp VI. von Falkenstein vor. ¹¹⁰) Auf seiner Seite standen gegen Philipp VI. Erzbischof Kuno von Trier und Johann und Philipp von Falken- stein, die nächsten Verwandten des Gegners. Es kam zu einem Zusammenstoss vor Rodheim, in dem die Falkensteinischen unterlagen. ¹⁴²) Philipp VI. sah sich genötigt, im Sommer 1364 um einen Waffenstillstand zu bitten, den der Schultheiss von Oppenheim, Heintz zum Jungen, zustande brachte. ¹⁴²ν) Dann brach der Krieg von neuem aus, ¹¹b) und nun liess auch der Abt von Fulda seine Leute ins Feld rücken, ¹⁴⁴) und Ulrich zog die Frankfurter stärker heran. ¹*) Allein trotzdem fiel kein entscheidender Schlag, und es kam im November 1364 abermals zu einer Waffenruhe. ¹⁴⁶) Doch zerschlugen sich auch diesmal die Verhandlungen wieder, da Philipp VI. alle Friedensvorschläge ablehnte. ¹⁴?) Ulrich ersuchte daher die Stadt Frankfurt wegen der Beratung über die Fortsetzung des Kriegs Bevollmächtigte nach Assenheim zu schicken ¹⁴*) und beschwerte sich lebhaft, als diese nicht rechtzeitig kamen. ¹¹*) Nur langsam konnte man so dem Feinde beikommen. In den ersten Monaten des Jahres 1365 schritt man zur Belagerung von Lich, das der festeste Stützpunkt Philipps VI. war, während zu gleicher

135) III, 424, vgl. III, 429. Kurbitz hatte im Auftrage des Kaisers die Burg Gelnhausen zerstört und sich dann bemüht, die daraus entstandenen Streitigkeiten beizulegen. III, 434.

136) III, 441. Zugleich verschrieb der Kaiser Ulrich III. und seinem Sohne einen Turnos am Zoll zu St. Goar auf Lebenszeit, III, 440 m. Z., dazu erhielt Ulrich wieder 4000 Gulden auf den Bornheimerberg. III, 442.

137) III, 455.

138) III, 460.

139) III, 461 m. Z., vgl. III, 470 m. Z.

140) Damals erlaubte Papst Urban V. Ulrichen von Hanau, einen tragbaren Alter mitzunehmen und die Messe an demselben durch einen eigenen Priester lesen zu lassen. III, 465.

141) III, 463, vgl. III, 472 m. Zusätzen.

142) III, 473. Eigenbrodt im Archiv I S. 59.

143) Vgl. dazu III, 474 m. Z., 475. 476.

144) III, 478 m. Z., dazu III, 496. Zugleich mussten die Stadt Grünberg und der Landgraf Heinrich II. von Hessen versprechen, Philipp VI. auf keine Weise zu unterstützen. III, 477.

145) III, 479, vgl. 484.

146) III, 485. Diesmal ist auch Konrad von Trimberg unter den Verbündeten.

147) III, 488.

148) III, 489 m. Z.

149) II, 490, vgl. III, 491 m. Z.