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Verzeichnis der angemeldeten Teilnehmer weiſt 511 Namen auf. Die Feſtkarte, ſinnig entworfen und künſtleriſch ausgeführt von dem ehemaligen Schüler, Herrn Grafen Leopold von Kalckreuth, wurde von 501 Perſonen gelöſt. Von vielen Seiten erhielt die Anſtalt glückwünſchende Zuſchriften: Gedichte von den Herren Kantor a. D. Schäffer zu Caſſel, Lehrer Berg zu Caſſel, Rechtskandidat Bode zu Göttingen, Lehrer Tannenbaum zu Caſſel, stud. phil. Herzog zu Heidelberg, einem Anonymus zu Ems(pietätsvolle Erinnerungen an den Rektor Nathanael Cäſar); Adreſſen außer den oben erwähnten noch von der Geiſt⸗ lichkeit Caſſels, übermittelt durch den Metropolitan der Stadt Caſſel, Herrn Metropolitan Dr. Ebert, von dem Gymnaſium zu Hersfeld, von dem Gymnaſium zu Wiesbaden, von dem Gymnaſium zu Coburg; Glückwunſchſchreiben von Sr. Königlichen Hoheit dem Landgrafen Friedrich Wilhelm von Heſſen, Sr. Erlaucht dem regierenden Grafen von Stolberg⸗Wernigerode, Sr. Excellenz dem Herrn Kultusminiſter von Puttkamer und von einer ganzen Anzahl ehemaliger Lehrer und Schüler der Anſtalt. Auch lief an den Feſttagen eine Anzahl telegraphiſcher Glückwünſche ein.— Aus Anlaß der Säkularfeier wurde der Anſtalt eine Reihe von Geſchenken zugewendet. Herr Polizeidirektor Albrecht ſchenkte zwei große Photographien der Prinzen Wilhelm und Heinrich von Preußen in koſtbaren Rahmen zum Schmucke der Aula, Herr Hof⸗Photograph Rothe ſchenkte eine lebensgroße kolorierte Photographie des Prinzen Wilhelm für die Klaſſe Prima a, Herr Maler Lins die von ihm gemalten Portraits unſeres Kaiſers und des Landgrafen Friedrich II., Herr Hofgraveur Schlemming ein in Silber geprägtes Exemplar der von ihm nach dem Entwurfe des Direktors gravierten Gedenkmünze auf die Säkularfeier. Auch die Bibliothek erfuhr aus gleichem Anlaſſe wertvolle Bereicherungen. Herr Verlagsbuchhändler Th. Fiſcher ſchenkte die koſtbarſten und neueſten Werke ſeines Verlags: 1. Heuglins Ornithologie Nordoſtafrikas; 2. Dunckers und Zittels Palae- ontographica(Bd. 21— 24.); 3. Pfeiffers Nomenclator botanicus; 4. Raddé, Die Chewſuren; 5. Reiche⸗ nows Vogelbilder; 6. Rieſenthals Raubvögel; 7. Rohlfs, Drei Monate in der libyſchen Wüſte; 8. Jordans Phyſiſche Geographie und Meteorologie der libyſchen Wüſte. Herr Profeſſor Dr. Cäſar in Marburg ver⸗ vollſtändigte die in der Bibliothek vorhandene Sammlung ſeiner Werke durch neun ihr noch fehlende kleinere Schriften. Herr Dr. Th. Köhler widmete ſeine Schrift„Vom Kriegsſchauplatz. Ville d'Orléans“ und die von ihm herausgegebene„Geſchichte des Theaters und der Muſik in Caſſel von Lyncker“. Herr Profeſſor Dr. Oſthoff zu Heidelberg überſandte ſeine„Abhandlung über das phyſiologiſche und pſychologiſche Moment der ſprachlichen Formenbildung“. Herr Profeſſor Schell zu Salzburg ſchenkte eine Prachtausgabe von Pauli Hofheimeri Harmoniae Poeticae; Herr Oberlehrer Grebe dahier einen autographen Brief von A. F. C. Vilmar. Endlich widmete ein Anonymus eine Anzahl von Exemplaren einer von ihm in poetiſcher Form zu dem Feſte abgefaßten Geſchichte der heſſiſchen Landgrafen mit der Beſtimmung, daß dieſe Exemplare zum Beſten einer der milden Stiftungen der Anſtalt verkauft würden. Zu dem oben erwähnten Geſchenke eines Jubi⸗ läums⸗Benefiziums von Seiten ehemaliger Schüler kam noch die überaus reiche Gabe, mit welcher ein früherer Schüler, Herr Dr. Kornemann zu Paris, ſeine pietätsvolle Anhänglichkeit an das Gymnaſium in hochherzigſter Weiſe bethätigte, indem er dieſer Anſtalt 18000 Mark zur Errichtung eines Stipendiums ſchenkte.
Die Aufführung von Sophokles'„König Odipus“ wurde am 20. Auguſt zum Beſten einer der milden Stiftungen des Gymnaſiums wiederholt. Dieſelbe lieferte einen Bruttoertrag von 781 Mark 20 Pf. Der an die benachbarten Gymnaſien erlaſſenen Einladung zu freiem Beſuche der Vorſtellung leiſteten mehr als 100 Primaner aus Marburg, Fulda, Hersfeld, Rinteln und Göttingen Folge.
Allen denjenigen Behörden, Anſtalten, Korporationen und Perſonen, welche entweder zu dem ſo über⸗ aus glücklichen Verlaufe der Säkularfeier des Gymnaſiums mitgewirkt, oder durch Beglückwünſchung, durch perſönliche Teilnahme, durch Stiftungen und Geſchenke die Anſtalt zu ihrem Jubelfeſte ehrten, ſei an dieſer


