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Stelle der ehrfurchtsvollſte und innigſte Dank ausgeſprochen. Dieſer Dank gebührt insbeſondere auch der Bürgerſchaft der Stadt Caſſel, welche im weiteſten Umfange ihre freudige Teilnahme an dem Jubelfeſte des aus der Caſſelſchen Stadtſchule hervorgegangenen Lyceums kund gab.
Am 2. September beteiligte ſich das Gymnaſium wie in den vorhergehenden Jahren an dem von der Stadt Caſſel zur Feier des Sedantages veranſtalteten Feſtzuge ſämtlicher Schulen Caſſels. Nachmittags machten alle Klaſſen des Gymnaſiums unter der Führung ihrer Ordinarien Ausflüge in die Umgegend.
Am 15. September ſtarb der Gewerbeſchullehrer Dr. Wilhelm Schwaab, welcher von Oſtern 1838 an bis zum Frühjahre 1851 an dem Gymnaſium gewirkt hatte.
Das Sommerſemeſter wurde am 20. September mit einer Andacht und der Entlaſſung der Abiturienten geſchloſſen.
Das Winterſemeſter und mit ihm das neue Herbſt⸗Schuljahr begann am 6. Oktober.
Mit dem Schluſſe des Sommerſemeſters waren aus dem Lehrerkollegium ausgeſchieden: der Oberlehrer Dr. Uth in Folge ſeiner Verſetzung an das Realgymnaſium zu Wiesbaden, der Hülfslehrer Köhler, um eine Lehrerſtelle an dem Real⸗Progymnaſium zu Biſchweiler i/E. anzutreten, und der Kandidat Wiegand, um ſein Probejahr als Hülfslehrer am Gymnaſium zu Altona fortzuſetzen. In Folge dieſer Veränderung rückten ſämtliche Lehrer, von dem Oberlehrer Dr. Heldmann an, vom 1. Oktober ab um je eine Stelle auf, wobei der ordentliche Lehrer Dr. Krämer zum Oberlehrer, und der Hülfslehrer Franz zum ordentlichen Lehrer befördert wurden. Als Hülfslehrer traten vom gleichen Zeitpunkte an die Probe⸗Kandidaten Dr. Lange und Dr. Lahmeyer ein. Auch erhielt der Kandidat des höheren Schulamts Möhl die von ihm erbetene Erlaubnis, einige Lektionen am Gymnaſium zu übernehmen.
Dr. Adolf Lange, geboren zu Rotenburg in Heſſen am 20. September 1857, evangeliſch, beſuchte das hieſige Gymnaſium, ſtudierte zu Marburg und Leipzig Philologie und Theologie, erlangte am 28. Juni 1878 durch das von ihm am 21. März 1878 beſtandene Examen rigorosum und ſeine gedruckte Diſſertation„De Aeneae commentario poliorcetico particula I“ zu Marburg die Würde eines Doktors der Philoſophie, beſtand daſelbſt am 21. Februar 1879 die Prüfung pro facultate docendi und leiſtete von Oſtern bis Herbſt 1879 die erſte Hälfte ſeines Probejahrs am Gymnaſium zu Marburg ab.
Dr. Ludwig Lahmeyer, geboren zu Hannover am 23. März 1855, evangeliſch, beſuchte die Gymnaſien zu Lüneburg, Lingen und Hildesheim(Andreanum), ſtudierte zu Göttingen, Leipzig und Kiel Philologie, beſtand zu Kiel am 12. Juli 1879 die Prüfung pro facultate docendi und promovierte daſelbſt am 20. December 1879 auf Grund des von ihm am 27. Juli beſtandenen Doktorexamens und der von ihm verfaßten Diſſer⸗ tation„De apodotico qui dicitur particulae dν in carminibus Homericis usu“(Lips. Teubn. 1879; 46 p. 40.). Durch Allerhöchſte Ordre vom 16. September 1879 wurde er zum Second⸗Lieutenant der Reſerve des Hol⸗ ſteiniſchen Infanterie⸗Regiments Nr. 85 ernannt.
Ludolf Möhl, geboren zu Rauſchenberg am 5. November 1845, evangeliſch, beſuchte das Gymnaſium zu Hersfeld, ſtudierte zu Marburg, beſtand am 7. Auguſt 1873 zu Marburg die Prüfung pro facultate docendi und leiſtete von Michaelis 1873 ab ſein Probejahr an der hieſigen Realſchule I. Ordnung ab. Seit Herbſt 1874 lebte er als Privatlehrer in Caſſel.
Die herkömmliche gemeinſchaftliche Feier des heiligen Abendmahles wurde von den evangeliſchen Schülern Sonntag den 9. November in der St. Martinskirche begangen.
Die Chriſttagferien dauerten vom 21. Dezember bis zum 3. Januar 1880.
Freitag den 6. Februar 1880 fand eine muſikaliſche Abendunterhaltung im Hanuſch'ſchen Saale ſtatt. Der Ertrag einer am Eingange zu dieſem Saale veranſtalteten Sammlung freiwilliger Gaben zum Beſten der Lotz'ſchen Stiftung belief ſich abzüglich der Koſten für Lokalmiete auf 148 Mark 27 Pfennige.
Die Abiturientenprüfung zum Oſtertermine wurde in ihrem ſchriftlichen Teile vom 11. bis zum 18. Februar, in ihrem mündlichen Teile am 9. und 10. März unter dem Vorſitze des Direktors abgehalten.
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