Aufsatz 
Die Grabmonumente und Särge der in Hanau bestatteten Personen aus den Häusern Hanau und Hessen / Reinhard Suchier
Entstehung
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Neuerungen. Hierhin passt allein Philipps II. Sohn Reinhard, dessen Lebenszeit nur Jacob im Hause d. i. Bernhard(Weitere Feststellung&c.) angibt; er war geboren am 9. April 1524 und starb 1525 Mittwochs nach Palmarum.

Philipp II. Sohn Reinhards IV., gb. 17. Aug. 1501, unter Vormundschaft 1512 1523, verm. 1523 mit Juliane von Stolberg, st. 28. März 1529.

Wie Wegener sagt, wurde Philipp II. schon am Tage nach seinem Tode nach der Vesper in das Chor der Stiftskirche zu Hanau getragen und daselbst nach gesungener Vigilien begraben. Weiteres ist über seine Bestattung nicht bekannt. Doch ist ein Steindenkmal von ihm erhalten, das an einem Thor der von ihm angelegten Festung stand und sich jetzt im Museum des Hanauer Geschichts- vereins befindet.

Seine Gemahlin Juliane, Tochter Botho's von Stolberg, gb. 1506, vermählte sich 1531 mit Wilhelm von Nassau-Dillenburg und starb 1580, liegt also nicht in Hanau begraben.

Balthasar

Bruder des Vorigen, gb. 29. Juni 1508, st. unvermählt als Vormund Philipps III. 9. Dec. 1534. Wegener bemerkt, er sei mit einer grossen Procession im Chor der Stiftskirche in Hanau zur Erde bestattet. Auch an ihn erinnert nur ein Brustbild in Sandstein gehauen, das mit dem seines Bruders zugleich an den Geschichtsverein kam; Näheres darüber s. in den Mittheilungen des ge- nannten Vereins Nr. 5 v. J. 1876.

Philipp III.

Sohn Philipps II, gb. 30. Nov. 1526 übernahm erst 1551 die Regierung, verm. 1551 mit Pfalzgräfin Helene, nabm Rineck in Titel und Wappen auf, st. 14. Nov. 1561.

Philipp III. nahm viele Aenderungen mit der Kirche vor, die durch ihn ihre jetzige Aus- dehnung erhielt; das Nähere ist bei Calaminus p. 48 und 79 zu finden. Zur Erinnerung daran ist über dem Haupteingang eine Tafel von rothem Sandstein mit der Jahreszahl 1561 und zwei Wappen; am Rande links und rechts steht eine Karyatide. Die Wappen sind das seinige und das seiner Gemahlin. Letzteres zeigt quadrirt unter dem Pfälzer Helm den Löwen und die Wecken. Das Hanauer, bedeckt von den Helmen von Hanau, Münzenberg und Rineck, enthält im 1. u. 4. Felde Hanau, im 2. u. 3. Rineck(fünf Querbalken), im Mittelschild Münzenberg, und so blieb es bis 1642.

Es kann kein Zweifel sein, dass dieser Graf in der Kirche, für die er so viel that, begraben wurde, was auch Wegener ausdrücklich bemerkt. Wegen seiner Verdienste ist ihm ein Monument von Stein gesetzt, das ihn zwischen zwei Säulen in ganzer Figur darstellt, geharnischt, mit dem Helm neben dem rechten Fusse; er trägt vollen Bart, ist aber im Gesicht etwas beschädigt Das Denkmal steht hoch an der südlichen Wand, ist aber durch die Orgel so verdeckt, dass nur wenig davon zu sehen. Von dem oben in einem Giebel befindlichen Wappen lässt sich annehmen, dass es ebenso ist wie das über der Thür. Unter dem Standbild ist eine viereckige schwarze Tafel, und zum Glück ist wenigstens noch so viel Raum geblieben, dass man gebückt dazu gelangen kann. Sie enthält folgende 7 Zeilen(Rienck mit ausgelassenem e):