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Helene Gemahlin Philipps III., Tochter von Johann II. Pfalzgrafen zu Simmern und Beatrix von Baden, geb nach v. Behr den 13. Juni 1532, verm 22. Nov. 1551, st 5. Febr. 1579.
Sie hatte ihren Witwensitz in Steinau und nachher in Schwarzenfels, muss aber wohl in der Marien- kirche begraben sein, weil in Schwarzenfels keine alten Grabsteine sind, und namentlich, weil ihr Denkmal von Sandstein neben dem ihres Gemahls steht. Oben ist das einfache Pfälzer Wappen(quadrirt Pfalz und Baiern) unter Helm, darunter das Standbild mit Halskrause, einem Medaillon vor der Brust, bildreichem Kleid und einfachem Obergewand darüber; eine eng anliegende Haube bedeckt die obere Hälfte der Stirn. Die Unterarme sind abgeschlagen und verloren gegangen; der arg beschädigte Kopf lag bis 1878 ver- gessen in einer Ecke, ist aber jetzt wieder aufgesetat Auf jeder Seite stehen vier Wappenschilde unter einander, jeder von einem Lorbeerkranz umgeben, nämlich zur Rechten der Gräfin:
1) Pfalz-Baiern quadrirt mit dem Sponheimer Schach im Mittelschilde; 2) Nassau-Saarbräck quadrirt in jedem Feld ein Löwe); 3) Geldern(zwei zugewendete Löwen); 4) dasselbe Wappen mit sechs Feldern wie am Grabstein Reinhards IV.(Fische etc) und zur Linken:
a) Baden(ein Schrägbalken); b) Katzeneinbogen(Löwe von der linken deite); c) Oesterreieh (Löwe und ein Querbalken); d) Nassau-Dillenburg(Löwe v. Nassau, Löwe v. Katzenelnbogen, die zwei Löwen v. Dietz und der Querbalken v. Vianden).
Unter dem Standbild ist eine viereckige Tafel; Vertiefungen darin lassen erkennen, dass eine Platte darauf befestigt war, die verloren gegangen ist. Doch auch ohne Inschrift lässt sich das Monument untrüglich bestimmen Nach Reinhards III. Gemahlin Margaretha kommt unter den Gräfinnen von Hanau-Münzenberg keine andere von Pfälzer Abkunft vor als Helene, und zu dieser
*) Der Zeit nach gehört hierher ein Monument, das neben Adrianens Denkmal steht und bisher unerklärt war. Es zeigt in Stein gehauen einen knienden gebarnischten Mann ohne Kopfbedeckung und ihm gegenüber eine kniende Frau. Neben seinem Kopf ist ein Wappen, worin drei Schwäpe, hinter ihm unten ein nicht mehr festsitzender Helm und vor ihm zu Füssen ein ruhender Löwe; neben der Frau ist ein behelmtes Wappen, worin zwei stehende Hunde. Unten steht gothische Schrift, nämlich unter dem Mann:
Ano Dni 1566 avf Sontagmach Jacobi d. 28 Jolyj ift der Edell vnd Erveſt Engelbert halber vo Herger
der letete dis Slas(Standes) vnd names gewefer Oberaptma eu!] Hanauw Seliglich verſchiden ſeine
alters im 69 Jar de(danach Abkürzung für Gott gnade).
und unter seiner Gemahlin:.
Ano Dni... deæ....]ift Seliglich verfchide die Edell vnd Thogethaft Fraw Doro] dea Halbera
geborne von Ober] kirch vorgedachte Oberaptmans ſelige Enliche havffraw dhires alters im....
Wo Puncte sind, ist Raum far Schrift, die aber nicht eingehauen wuarde. Frau von Hergern lebte also noch,
als das Denkmal gesetzt wurde, und liess ihre Grabschrift im voraus beifügen; die Ergänzung wurde dann unterlassen.
Zwei Sculpturarbeiten an der Nordwand des Chors sind keine Grabmonumente, sie haben allgemein reli- giöse Bedeutung.


