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hans und Dr. juris Julius Rauh, dessen gründliche Kenntniss der Hanauer Geschichte, wozu er so werthvolle Alterthümer besitzt, mir besonders zu Statten kam. Im Februar 1879 konnte ich die reformirte Gruft, in der manches restaurirt wurde, nochmals besichtigen, und Moritz von Corn- berg, jetzt Primaner, leistete wieder unermüdliche Beihülfe.
Für die beigegebenen historischen Notizen war Hauptquelle die„Kurzgefasste Geschichte der Herren und Grafen zu Hanau“, die zuerst im H. Magazin v. J. 1781 erschien und 1782 zugleich mit einer geographischen Beschreibung von Hanau-Münzenberg als besonderes Werk herausgegeben wurde. Aus der Vorrede zu diesem Separat-Abdruck ergibt sich, dass Regierungsrath Wegener der Jüngere die Geschichte und Hofgerichtsrath Hun deshagen die Beschreibung verfasste. Dieser erste Versuch einer Hanauer Geschichte ist noch nicht entbehrlich geworden(Arnd's Geschichte der Provinz Hanau ist im Vergleich dazu kein Fortschritt und Rehm's diplomatische Geschichte in der Zeitschrift des hessischen Geschichtsvereins 1870 behandelt nur die älteste Zeit), wenigstens für Hanau-Münzenberg; nur für Hanau-Lichtenberg ist seitdem mehr geschehen durch die Pfarrer Lehmann(Urkundliche Geschichte der Grafschaft Hanau-Lichtenberg, Darmstadt 1862) und Rath- geber(die Grafschaft Hanau-Lichtenberg, Strassburg 1876). Von Genealogien sind benutzt Hübner's Tabellen, die zweite Auflage von Dr. Kamill von Behr'’'s vortrefflicher Genealogie der in Europa regierenden Fürstenhäuser, für Hessen die dritte Auflage von Jakob Hoffmeister's genealogischem Handbuch, ausserdem für Hanau die Stammtafeln bei Wegener, Louis Spach Le comté de Hanau-Lichtenberg und bei Lehmann. Brauchbar erwies sich auch trotz mancher Schreib- fehler eine Genealogia et Chronologia derer Herren Graffen von Hanau, die im Anfang des vorigen Jahrhunderts geschrieben ist; sie befindet sich in einem Folio-Manuscript, das Sammlungen zur Hanauer Geschichte enthält und dem Herrn Uhrmacher Jobst in Hanau gehört. Eine audere nicht, unwichtige Genealogie, ebenfalls Manuscript, ist in der Hanauer StadtbibliothekB. Wenig dagegen bot die zu kurze Tabella genealogica Hanoviensis in dem sonst verdienstlichen Werke„Weitere Fest- stellung der Hanauischen Genealogie, gegen eines sogenannten Jacob Im Hoffen Diplomatische Erläuterungen von Jacob Im Hausse 1741“, dessen Verfasser der Archivar Bernhard ist, wie aus einer eigenhändigen Bemerkung desselben im Exemplar des Geschichtsvereins hervorgeht.
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