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suchen sei zunächst an den des berühmten Freiberger Geologen A. G. Werner erinnert, der die Ursache der Eruptionen in unter- irdischen Kohlenbränden erblickte.
Dann versuchte man die vulkanische Tätigkeit durch eine im Erdinnern stattfindende Oxydation von Schwefelkies, Alkalimetal- len etc. zu erklären.
Aus der geographischen Verbreitung der noch jetzt und in den allerletzten geologischen Perioden tätigen Vulkane ersieht man, dass die meisten nicht weit von der Meeresküste und auf Inseln liegen; ferner macht man die Beobachtung, dass die ausströmende Lava mehr oder weniger grosse Dampfmassen, besonders Wasser- dampf, abgibt. Daraufhin hat sich die Ansicht entwickelt, dass das Meerwasser auf Spalten in die Tiefe dringt und bei Berührung mit dem feuerflüssigen Erdkern Eruptionen verursacht.
Auf Grund der Beobachtung, dass die Vulkane längs oder in der Nähe grosser Bruchlinien der Erdrinde angeordnet sind, ist man zu einer rein tektonischen Erklärung des Vulkanismus ge- kommen. Man nahm an, dass das Empordringen des Magmas an irgend welchen Orten der Erde mit den an anderen erfolgenden Einbrüchen fester Erdmassen zusammenhänge.
Nach anderen Anschauungen sollten die vulkanischen Massen durch die gewaltsamen, aus der Tiefe hervorbrechenden Gase und Dämpfe heraufgepresst werden. Man schrieb darnach dem Magma eine gewisse Aktivität zu, die es befähigt, die Erdschichten auf- zuwölben, ja sie sogar zu durchbrechen und zwar auch dort, wo keine Spalten vorhanden sind. Auf diese Aktivität des Magmas kommt man neuerdings wieder zurück. Manche Geologen sehen seine Kraft in den in ihm vorhandenen Gasen; Alphons Stübel aber lehrt, dass das Magma sich während der Abkühlung ausdehnt und mit kolossaler Gewalt nach oben drängt. Nach seiner Theorie war die erste Erstarrungskruste der Erde eine schwache Hülle, die an vielen Stellen von dem Magma durchbrochen wurde. Die grosse Zahl dieser Ausbrüche wurde mit zunehmender Dicke der Erd- kruste verringert, die Intensität des Ausbruchs aber gesteigert. Dadurch entstand über der ersten Erstarrungsrinde eine Schicht von feuerflüssiger Masse, die bei ihrem Festwerden den Grund- stock abgab zu der von Stübel als Panzerdecke bezeichneten Bil- dung. In diesem nicht einheitlich verfestigten Panzer, auf dem sich später die Sedimentgesteine abgelagert haben, drangen fort- gesetzt Nachschübe von Lava aus dem Erdinnern ein, die teils zu vulkanischen Ausbrüchen auf der Oberfläche der Panzerdecke,


