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T. 3 (1910) Oberhessen
Entstehung
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teils zur Bildung von in ihrem Inneren eingeschlossenen Magma- becken führten. Letztere blieben zum Teil noch mit dem flüssigen Erdkern in Verbindung; sie sind die sog. peripherischen Herde, aus denen hauptsächlich die Vulkane unserer Erdoberfläche ge- speist werden.

Stübel wurde zu dieser Hypothese geführt durch die Tatsache, dass der Vulkanismus in unserer Zeit stark abnimmt gegenüber der lebhaften Tätigkeit in der tertiären Periode, was er durch die Erschöpfung der peripherischen Herde erklärt.

Nach diesen Abschweifungen kehren wir wieder zum Vogels- berg zurück.

Der Vogelsberg, der jedenfalls schon am Ende der Tertiärzeit ein erloschener Vulkan war, besteht vornehmlich aus Basalten, Basaltschlacken und Basalttuffen. Dazu kommen noch Phonolithe und Trachyte, sowie die am Schlusse der Diluvialzeit vom Laacher See herübergewehten Bimssteinsande, die in der Umgegend von Giessen vorkommen. Seine Unterlage bilden vielfach tertiäre Sedi- mente, die auf Buntsandstein liegen. Dieser kommt zusammen- hängend am Rande des Vogelsbergs vor mit Ausnahme des Teiles nach der Wetterau zu auf der Strecke von Selters bis Staufen- berg bei Lollar und findet sich im Innern nur in einem kleinen Hügel bei Bermuthshain. Die Vogelsberger Basalte teilte man früher nach der Farbe in graue, blaue und schwarze Varietäten ein, dann nach dem Korn in dichte, fein- und grobkörnige Gebilde, die als Basalte, Anamesite und Dolerite(Lungsteine) unterschieden wurden. Nach der Einführung des Mikroskops in die Gesteinslehre kam man zu einer rationelleren Einteilung, um die sich besonders A. Streng verdient gemacht hat. Er unterschied auf Blatt Giessen:

1. Feldspatbasalte und zwar a) Basalte im engeren Sinne (ältere Strombasalte), b) Anamesite und Dolerite(jüngere Strom- basalte).

2. Feldspatfreie oder-arme Basalte(Limburgite).

3. Leuzittephrite.(Diese werden jetzt Basanite genannt).

Ausser diesen führt Chelius für den Vogelsberg noch an: Nephelinbasalte, Nephelinite, Nephelinbasanite und andere.

Die meisten unserer Basalte sind Feldspatbasalte; sie ent- halten ausser Feldspat fast ausnahmslos Olivin, ferner Augit, Erze (Magnet- oder Titaneisenerze) und einen häufig glasig erstarrten Rest. Den Limburgiten, die sehr dichte und dunkle Basalte sind, fehlt der Feldspat ganz, oder er ist nur in kleinen Spuren darin vorhanden. Sie bestehen aus einer farblosen oder bräunlichen,