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oft in den feinsten Adern das kristalline Grundgebirge; gelegent- lich treten seine Gänge aber auch in einer Mächtigkeit von 10— 20 m darin auf. Der Pegmatit ist ein mittel- bis grobkörniges Gang- gestein von ähnlicher Zusammensetzung wie der Aplit. Der Malchit bildet ein feinkörniges Aggregat von aplitischer Struktur, das Feldspat, Quarz Hornblendenadeln, Titanit und einige Erze ent- hält. Uberall im Steinbruche liegen teils frisch losgesprengte, teils schon bearbeitete Granitstücke umher, und den Boden bedecken die abgeschlagenen und zerstückelten Gesteinstrümmer in grosser Menge. Das hier abgebaute Gestein sowie das der übrigen Steinbrüche am Melibokus wird hauptsächlich zu Pflastersteinen verwendet, auch Sockel, Fensterbekleidungen und Treppenstufen werden daraus gemacht; die zerkleinerten Abfälle liefern Be- schotterungsmaterial. Aus Melibokusgranit ist z. B. das Pflaster der Heidelbergerstrasse zwischen Riedesel- und Hermannsstrasse und das der Rundeturmstrasse in Darmstadt hergestellt, das Granit- pflaster der Rheinstrasse dagegen stammt aus der Gegend von Passau und Schärding in Bayern ².
Von unserem Steinbruch führt ein schöner schattiger Wald- weg in etwa ½ Stunde zum Gipfel des Malchen. Ein 21 m hoher Turm gewährt eine prächtige Aussicht auf Gebirg und Ebene. In seiner Nähe steht ein Malchitgang an, der den hier in schöner Klippenbildung vorkommenden Granit durchsetzt. Grosse Feld- späte verleihen diesem Malchit eine sogenannte porphyrische Struktur, wodurch er etwas anders aussieht als der im Alsbacher Steinbruche.
Von der Höhe des Melibokus schlagen wir nun den Weg zum Balkhäuser Tal ein und besuchen dort den Steinbruch nächst der ersten Mühle bei Jugenheim. Die Granitmasse hat hier durch den Gebirgsdruck in ihrem Zusammenhang stark gelitten und ist infolgedessen von zahlreichen Quetschzonen durchzogen, an denen die Gemengteile des Gesteins zertrümmert und zerrieben sind. In seinem Aussehen gleicht es deshalb kaum noch dem bisher be- obachteten Granit.(Schöne Quetschzonen zeigen sich auch an den Granitblöcken im Hohlweg von Seeheim nach der Mathildenhöhe und am Weg von Zwingenberg nach der Orbishöhe.) Von unserem Aufschluss im Balkhäuser Tal gelangen wir bald nach dem prächtig gelegenen Jugenheim und damit an die Zweigbahn, die an die
1 ripud, das Zusammenbefestigte. ² Diese Notizen verdanke ich Herrn Bauinspektor Keller in Darmstadt.


