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T. 1 (1908) Starkenburg
Entstehung
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Die stattlichste Erhebung von Biotitgranit in unserem Gebiete ist der weithin sichtbare Melibokus oder Malchen(517 m ü. d. M.). Seinem eigentlichen Kamme mit dem Gipfel sind verschiedene niedrigere Berge nach Westen hin vorgelagert, von denen Luciberg und Orbishöhe bei Zwingenberg sich am weitesten in die Ebene erstrecken. Diese Vorberge bildeten dereinst mit dem Melibokus eine einzige Gesteinsmasse, sind aber bei der Entstehung der Rhein- ebene längs einer Verwerfungslinie an ihm abgerutscht. Ihre Ge- hänge fallen steil in die Ebene, und steil steigt man von ihnen zum Hauptgipfel hinan.

Eine Excursion soll uns mit dem Melibokusgestein näher be- kannt machen.

Geht man von dem oben erwähnten Städtchen Zwingenberg in der Richtung auf den Luciberg, so kommt man hinter den letzten Häusern durch einen Hohlweg, der nur die Lössbedeckung aber nicht die tieferen Schichten der Bergsträsser Diluvialterrasse durchschneidet. Dieser Löss enthält, wie man sich leicht über- zeugt, viele eckige, abgerollte und verwitterte Granitstückchen sowie echte Lössschnecken und Bruchstücke von Gehäusen der Weinbergschnecke. Dies alles beweist, dass wir es hier nicht mit dem echten oder primären, sondern mit dem von der Höhe abgeschwemmten und umgelagerten Löss, dem Schwemm- löss, zu tun haben. Vom Ende des Hohlweges, wo man den echten Löss antrifft, wenden wir uns rechts und gelangen an der Südseite des Luciberges emporsteigend zu einem Auf- schlusse im Weidental, in dem ein Ganggestein des Granits ansteht. Es sieht schwarz-grün aus, ist von klein-körniger bis dichter Struktur, besteht vornehmlich aus Kalknatronfeldspat und Hornblendenadeln und ist Luciit genannt worden. Von dieser Lokalität steigen wir zum Gipfel des Berges hinauf, von dem man eine schöne Aussicht geniesst, wandern alsdann in nördlicher Richtung weiter und gelangen schliesslich an einen grossen der Gemeinde Alsbach gehörigen Steinbruch am Nordrande des Melibokus. Haushohe Felswände von reinem Biotitgranit treten uns hier gegen- über. Sie sind vielfach von Sprüngen durchzogen, sowie von Ganggesteinen als Aplit, Pegmatit und Malchit durchsetzt. Der Apliti ist ein feinkörniges Gemenge von Feldspat und Quarz mit verschwindend kleiner Menge von Glimmer neben anderen unter- geordneten Bestandteilen; er sieht zuckerkörnig aus und durchzieht

1 õ⁴οd«, einfach.