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grössert, und zersprengt schliesslich den Fels an der Oberfläche— physikalische Verwitterung.— Hand in Hand mit dieser mechanischen Wirkung des Wassers geht seine chemisch zer- setzende und lösende Tätigkeit, besonders wenn es in der Form von Regen niederfällt. Dabei nimmt es Kohlensäure und Sauer- stoff aus der Luft auf, die in erster Linie auf das Gestein zersetzend einwirken— chemische Verwitterung.— Alle diese Vorgänge werden nun noch unterstützt von verschiedenen Erscheinungen, die dem Einfluss der Tier- und Pflanzenwelt zu- zuschreiben sind.(Bakterien, Algen, Flechten, Sprengen des Ge- steins durch Pflanzenwurzeln ete.)—organische Verwitterung.— Diese hier in kurzen Zügen gekennzeichneten Prozesse spielen sich bei fast allen Felsarten ab und werden insgesamt mit dem Namen Verwitterung beazeichnet.
So ist denn auch die Granitmasse der Kraftsruhe im Laufe langer Zeiträume in grössere und kleinere Gesteinsstücke— Quader
Kraftsruhe(Ostseite).
— zerspalten worden. An ihren Ecken und Kanten ging die Ver- witterung rascher vor sich als an den Seitenflächen, und so er-


