Aufsatz 
Lehrplan für geometrisches Zeichnen und darstellende Geometrie in der Oberrealschule / Ludwig Balser
Entstehung
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die der Deckfläche mit der Deckspur schneidet. Ist eine Pyramide gegeben, so lege man die Deckebene durch die Spitze und verfahre wie oben.

Die als Schatten oder als perspektives Bild des Kreises auftretende Ellipse ist i. a. nicht durch ihre Achsen gegeben; man suche die Mitte der Ellipse und ermittle ihre Achsen durch Schätzung; auch das Sternachteck, dem die Ellipse einbeschrieben ist, kann gute Dienste leisten.

§. 8 Stoffverteilung bei geringerer Stundenzahl. ¹⁵

Das Vorstehende setzt die gegenwärtig in der Ober-Realschule zur Verfügung stehende Stundenzahl voraus: in IIb und IIa je eine, in Ib und lIa je zwei Wochenstunden. Wenn der Unterricht in Sekunda wegfällt, so muß eine Kürzung des Lehrstoffs eintreten.

Zunächst fallen die für IIb vorgesehenen Aufgaben weg, insoweit sie nicht dem mathematischen Unterricht zugewiesen werden können. Genaue Konstruktionen mit Zirkel und Zeichendreiecken sollten auf allen Stufen des mathematischen Unterrichts fortgesetzt geübt werden, ebenso das Austuschen; dem Entwurf von Schrägbildern(ein- schließlich der Anwendungen) müßte man unter den gedachten Umständen im stereomet- rischen Unterricht einen breiteren Raum gönnen, und das Nötigste über Parabel und Ellipse ließe sich z. B. im Anschluß an die geometrischen Oerter erledigen; allerdings müßte der Lehrer der Mathematik, um die nötige Zeit zu gewinnen, bei der Behandlung des anderen Stoffs kürzen.

In der darstellenden Geometrie würde man dann in Unter-Prima mit den oben für IIa vorgesehenen Aufgaben beginnen, könnte dann noch einige der regel- mäßigen Körper konstruieren und das Nötigste aus der Kugelgeometrie anschließen.

In Ober-Prima dürfte sich zunächst eine Wiederholung empfehlen, wobei man die Schnitte des geraden Kreiskegels mit einer auf dem Aufriß senkrechten Ebene einschieben wird unter Benutzung des Kreuzrisses bzw. der Drehung um 900. Die Methode des Seitenrisses fällt jetzt der Klasse Ia zu, während für Durchdringungen kaum Zeit bleiben wird, da man auf die Behandlung der Perspektive nicht verzichten kann. Schattenkonstruktionen sind als wahlfrei zu betrachten, auf Kartenentwürfe u. a. wird man nur ausnahmsweise eingehen können.