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Nach einiger Zeit kommt der Pfarrer von Hülse, Scheuch genannt, nach Homberg, und da aus Hülse der Dieb war, wird ihm von einem der Beamten vorgeworfen, er habe von der gestohlenen Kuh gegessen. Das gibt der Pfarrer zu, allein, spricht er, ihr Amtleute hattet den Dieb, hättet ihn sollen an den Galgen knüpfen, allein ihr nahmet Geld und hienget ihn in den Beutel.
Nach seinen Schriften ist Kirchhoff ein unterrichteter, fleissiger und frommer Mann gewesen, seinem Fürsten fast in schwärmerischer Treue ergeben; und nicht bloss an seinen Herren, vornehmlich an Philipp dem Grossmüthigen, von dessen Lob seine Schriften so reich sind, sondern auch am Evangelium, wie es durch Luther wieder an das Licht gebracht worden, hieng ⸗der alte Hesse« mit ungeheuchelter Liebe und Treue. Geschichte und Antiquitäten machten ihm besondere Freude. Die Bibel kennt er genau. Alle eigenen Erlebnisse, alle Personen, die es verdienten, z. B. seinen lieben Lehrer Petrus Nigidius und seine wackern Feldhauptleute hält er in festem und ehrendem Gedächtnis. Die mensch- liche Hinfälligkeit und Sterblichkeit stellte er sich, wie die Beschlüsse seiner Bücher beweisen, im Alter oftmals vor die Augen. Von ganzer Seele wünschte er sich und allen seinen Lesern einen friedlichen Abschied von dieser Welt und jenseits ein besseres, seliges Leben bei seinem Herrn und Heiland Jesus Christus.— Die Zeit seines Todes und seine irdische Ruhestätte kennen wir nicht.— So lautet der Schluss des letzten Buchs:
Schütz und schirm uns, und wend unmuth,
Was zu dein Ehrn reicht und ist gut.
Forder uns ja zu rechter Zeit,
Geschmückt mit wahrem Hochzeit Kleid:
Wirdig zu sitzen ob deim Tisch,
All Thrän von unsern Augen wisch,
Dass wir uns freuen allesamen
In deins Sohns Jesu Christi Namen,
Drauf spricht Hans Wilhelm Kirchoff Amen, Amen, Amen.


