Aufsatz 
Aus und über Hans Wilhelm Kirchhoff : zum Gedächtnis des Landgrafen Philipp des Großmütigen, 300 Jahre nach seinem Tod / von G. Th. Dithmar
Entstehung
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Volkslied!).

1. Frisch auff, in Gottes Namen, Von wegen warer Treu,

Du werde Teutsche Nation, Fürwar ihr solt euch schamen, Würd euer gut Lob untergohn, Dass ihr lang habt behalten Mit Ehrn und Ritterschafft, Darumb thut wie die Alten, Der lieb Gott muss es walten, Unnd geb euch Sieges Krafft.

2. Ihr handtnotfeste Männer, Habt eines Löwen Muht, Dess rechten Wegs Bekenner, Der Hertz leucht wie ein Glut, Was uns Gott hie verliehen Umb seinet Willn alles wagt, Leib, Gut und Ehr dran setzen, Er kans uns wol ergetzen, Her, her, frisch unverzagt.

3. Bedencket euren Namen, Der weit und breit bekannt Unnd treten frisch beysammen Mit Ritterlicher Handt, Brüder sind wir genennet,

Die wöllen wir behalten, Nachfolgen unsern Alten, Alt Brüderschaft ist neu.

4. Desswegen alle stunden Bitten wir Gott hierbey Mit Hertzen und dem Munde Dass er uns Gnad verley, Darneben uns selbst stellen, Wie es Gott wol gefelt, Werden wir's nicht verschlaffen Und halten uns rechtschaffen, Er treulich bey uns helt.

5. Unser Macht ist geringe, Darzu gar bald verlorn, Gott helff, dass uns gelinge Durch Christum ausserkorn. Er ist der recht Nohthelffer, Wie uns sein Wort zusagt, Darauff wir uns verlassen, Kecke Manshertzen fassen, Her, her, frisch unverzagt ²).

1) Die 5 Verse dieses von Kirchhoff geschätzten und soweit von ihm niedergeschriebenen Liedes dem Leben des Mannes anzuhängen, hielt ich für nicht unpassend, zumal als ich diese Verse in mir zu Gebote stehenden Sammlungen von Volksliedern nicht gefunden habe.

2) 6. B. 255. In: Lob unserer Vordern Teutschen, mit dem Bemerken:Hiervon acht ich sey das freudige Lied, von Worten und Melodey, vor Jahren gemacht worden, dess Anfang also lautet.

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