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des Preussischen Staates. Es war gewissermassen seine Abschiedsrede. Denn mit dem Schluss des Schuljahrs am 8. April verliess er unser Gymnasium, um das Directorium des Realgymnasiums zu Wiesbaden zu übernehmen. In ihm verlor das Gymnasium einen Lehrer, der sich in seiner 17 jährigen Thätigkeit in jeder Beziehung um dasselbe in hohem Grade verdient gemacht hat, und dem deshalb die Anstalt ein dankbares Andenken bewahrt.
Die Abhandlungen, welche in der Zeit von Ostern 1868 bis ebendahin 1873 mit den Programmen veröffentlicht wurden, waren verfasst: 1869 von Dr. Ritter: Erklärung einiger Stellen in Caesar de bello Gallico, und von dem Director: die Einweihung des neuen Gymnasiums; 1870 von Dr. Collmann: über die griechische, insbesondere die Prosa-Lectüre in Prima; 1871 von Dr. Wiskemann: de Pindari carmine Olympico VI. et Pythico II.; 1872 von G.-L. Krause: goniometrische Auflösung der numerischen Gleichungen vom zweiten, dritten und vierten Grad; 1873 von Dr. Friedr. Braun: die Tage von Canossa I.
Die Zahl der Schüler betrug jedesmal am Anfang des Schuljahrs,(wobei die Zahl der Abiturienten in Klammern folgt): 1868/69: 232(12). 1869/70: 236(8). 1870/71: 237(12). 1871/72: 217(9). 1872/73: 214(10).
Aus der Zahl der Schüler mögen hier Folgende eine Erwähnung finden:
Wilhelm Rauch 59— 69. Friedr. Beneke 61— 69. Konrad Henke 58— 67. Julius Dithmar 60— 69. Ernst Mäütze 61— 70. Gotthold Schwertzell 63— 70. Otto Münscher 61— 72. Ferdin. Herwig 63— 72. Gust. Wurzer 63— 72. Oskar Ehrhardt 63— 71. Heinr. Kehr 63— 73. Adolf Brauns 64— 70. Arthur Wyss 69— 71. Victor Abée 67— 70. Philipp Both 64— 69. Albert Biscamp 65— 70. Adolf Biscamp 65— 72.
Georg Schaub 65— 72. Wilhelm Hastenpflug 65— 72. Karl Roser 65— 73. Adolf
Gundlach 66— 72. Julius Bezzenberger 66— 73. Albr. und Otto Fischer 67— 70.
Siegfried Rödenbeck 68— 69. Heinrich Herbener 69— 73. Max Ramdohr 69—72.
Oskar Handschuh 69— 72.
Die Zeit von Ostern 1873 bis ebendahin 1878.
Mit Beginn des Schuljahrs 1873/74 am 24. April trat in Betreff der drei technischen Fächer, des Singens, Zeichnens und Turnens, eine bedeutende Aenderung ein. Während der Unterricht in diesen Fächern bisher mehreren ordentlichen Lehrern als Nebenstelle überwiesen war, wurde er von nun an einem einzigen seminaristisch gebildeten Lehrer übertragen und zwar mit der Verpflichtung, auch in den Elementen der Gymnasial-Fächer nöthigenfalls Unterricht zu ertheilen. Zu dem Ende trat der Lehrer Friedrich Schacke aus Harburg als Gymnasial-Elementarlehrer in unser Gymnasium ein; jedoch wurde er durch Kränklichkeit an einer erfolgreichen Wirksamkeit gehindert und erbat deshalb schon in der Mitte des Sommers seine Entlassung, die ihm durch Verfügung vom 7. August


