Teil eines Werkes 
1. Teil (1902)
Entstehung
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NMennae Austriae NMcol. Joseph de Jacquin 0 die octobris 1775. a Consiliis metallungicis

Chemiae et Botanicae Professor.

Jacquin war zu Leiden 1727 geboren. Nach Wien war er 1752 von Paris aus, wo er seinen medizinischen Studien oblag, auf die Aufforderung des Freiherrn van Swieten, eines Freundes seines Vaters, gekommen Im Jahre 1755 hatte er im Auftrage des Kaisers Franz eine Reise nach Westindien angetreten, um die kaiserlichen Gärten mit neuen merkwürdigen Pflanzen auszustatten. Mit reicher Beute kehrte er 1759 zurück, und unter seiner Leitung wurden nun die kaiserlichen Gärten in Wien und Schönbrunn so um- und ausgestaltet, daſs sie zu einer Berühmtheit in Europa wurden. Auch als Lehrer der Chemie und Botanik an der Universität zu Wien, an die er 1768 von Schemnitz, wo er von 1763 an als Bergrat thätig war, berufen wurde, erwarb er sich grolse Verdienste, in deren Anerkennung ihm 1774 der Adel verliehen wurde. Im J. 1806 wurde er für seine weiteren Verdienste in den Freiherrnstand erhoben. Seine Thätigkeit als Universitäts- lehrer übte er bis 1797, als Gartendirektor bis 1807; im J. 1817 starb er als neunzig- jähriger Greis zu Wien. Auf dem nächsten Blatte finden wir folgende Einschrift:

Als Freundin ſchreib ich mich wohl in Dein Stambuch ein, Als Dichter würd' ich ſonſt, klein wie mein Körper ſeyn. Da mir zum hohen DichterFlug Das Glück die Flügel niederſchlug, ſolt' ich deswegen gäntzlich ſchweigen nein, auch ein niedrer Schall gefällt, und hört ihn nicht die gantze Welt, ſoll ihn doch Dir Dein Stammbuch zeigen.

Dem Herrn Beſitzer dieſes Buchs

Wienn Widmet dieſe Zeilen eine Freundin den 4 9br: 1775. der Rechtſchaffenheit und der Künſte H. L De Pennet Nee Barone de Kemmetenr.

Von dieser kleinen bescheidenen Dichterin weiſs auch K. Goedeke in seinem Grundriſs zur Geschichte der deutschen Dichtung Bd. IV, S. 46 nur zu melden:Hedwig Louise von Pernet, geb. Freiin von Kemmete. Versuch in Fabeln und Erzählungen, nebst einem komischen Trauerspiel in Versen. Grätz 1770.*

Ihr gänzlich unbekannt gebliebener Gatte aber, Joh: Heinricus de Pernet, hat sich auf der Rückseite des Blattes mit dem stolzen Worte eingezeichnet:

Aut Caesar aut nihil.

Auf der folgenden Seite hat sich am Mittwoch, den 15. November, der reformierte

Prediger K. W. Hilchenbach(1749 1815) eingeschrieben, ein Altersgenosse und Lands- 7

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