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erstes„Der dankbare Sohn“, das von Goethe im XIII. Buch von Wahrheit und Dichtung als so recht die Stimmung der Zeit treffend bezeichnet wird. In diesem Jahre 1775
erschien von seinem ersten populären Werke, dem„Philosophen für die Welt,“ der erste
Teil; der zweite Teil erschien erst 1777 von Berlin aus, wohin Engel inzwischen 1776 als Professor der schönen Wissenschaften an dem Joachimsthalschen Gymnasium berufen worden war. In Berlin hat er die„Ideen zur Mimik“(1785), seinen Roman„Herr Lorenz Stark“(1795), den„Fürstenspiegel“(1798) und die übrigen Werke geschrieben, durch die er sich in den Augen seiner Zeitgenossen einen Rang neben Goethe und Schiller erwarb. In Berlin harrten seiner noch einfluſsreichere Stellungen: im Jahre 1786 ward er nach Friedrichs des Groſsen Tode in die Akademie der Wissenschaften aufgenommen; 1787 ward ihm die Direktion des Königlichen Theaters übertragen, die er mit Ramler zusammen bis 1794 führte; ferner wurde ihm der Unterricht des Kronprinzen, des späteren Königs Friedrich Wilhelms III., in den schönen Wissenschaften übertragen, der ihm seine Dankbarkeit durch Aussetzung eines ansehnlichen Jahrgehalts bis zu seinem Tode(1802) bewies.—„Zur Empfehlung ſeines Andenkens“ schrieb er in das Stamm- buch die Verse:
Gefeſſelt führt der Schmerz uns alle durch das Leben, Sanft, wenn wir willig gehn; rauh, wenn wir widerſtreben.
In Leipzig hat sich auch eine Anzahl Studiengenossen in Soermans' Stammbuch eingeschrieben, von denen Voh. Mav. Bahno, Mariaeburg: art: med: Baccalaureus folgende 188 Lebensregeln ihm auf den Weg mitgiebt:
St tibt deſieiant Medici, medici tibi ant Haec tria: mens hlaris, vequies, moderata dideta a. ene conviviis non tristibus, utene amicis Quos nugae et risus et joca salsa iuwant. 6. Quod caret alterna requie durabile non est Naec veparat vires fessaque membra levat. y. St tarde cupis esse senea, utaris oportet vel modico medice, vel medico modice Sumpta, cibus tanquam, laedit medicina salutem at, sumptus prodest ut medicina cibus.
Ein anderer: 4. Richten. Stralsundensis Th. C.[= Theologiae Cultor oder Can- 220 didatus] scheidet von seinem Freunde mit den Worten aus Ovid's Tristien III 3, 87:
Accipe supremo dictum mihi forsitan ore:
VALE.
Dresden, Sonntag, 30. Juli— Montag, 7. August 1775.
Dresden, das Elbflorenz, das durch die Belagerungen und Beschieſsungen im siebenjährigen Kriege 800 Häuser und die Mehrzahl seiner Kirchen verloren hatte und in seiner Einwohnerzahl von 63 200 i. J. 1757 auf 45 000 herabgesunken war, bot auch
Kaiserin Augusta-Gymn. 1902. 6


