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verachten lehrte. Die Jablonowskische Gesellschaft ehrte ihn, indem sie ihn zu ihrem ständigen Sekretär ernannte. Am regsten war Clodius' schriftstellerische Thätigkeit gerade in den Jahren, wo Goethe sich in Leipzig aufhielt; dann wieder kurz vor seinem Tode.
An demselben Tage hat sich auch der Professor Plaz, der damalige Rektor, eingetragen:
Mantuunus Fidite virtuti; Fontuma, fugacion undis, Non manet, et centam nescit habere domum.
scr. Lipsiae D. Antonius Gulelmus Plaz, d. XX. Vunit Werap. P. P. Ord. Facult. Med. Vecanus, Decemvin, Major. Princip.
Coll. Collega Acad. Imperial. Natur. Qurios. Socius. Acad. h. t. Rector.
Plaz, zu Leipzig 1708 geboren und dort auch 1784 gestorben, war schon 1723, also mit 15 Jahren, Baccalaureus und 1725 Magister der Philosophie. Doktor der Medizin ward er zu Halle i. J. 1728. In Leipzig ward er 1733 Professor, zunächst auſserordent- licher, dann 1749 ordentlicher; inzwischen war er 1744 zum Mitglied der kaiserlichen Akademie der Naturforscher ernannt worden, über die wir später bei Erlangen näheres berichten werden. Nach Professor Ludwigs Tode rückte er in die erste medizinische Professur ein, mit der in dieser Fakultät das ständige Dekanat verbunden war. Das Rektorat verwaltete er in diesem Sommer zum siebenten Male; er hat es dann später, im Sommer 1779, noch einmal erhalten.— Der in der Finschrift genannte Mantuanus, mit Vornamen Johannes Baptista, war ein lateinischer Dichter in der Zeit der Renaissance und führte seinen Namen nach der Stadt Mantua, wo er 1448 als ein unchelicher Spröſs- ling aus dem Geschlechte der Spagnuoli geboren worden war. Er trat in den Carmeliter- orden und zwar in die Kongregation von Mantua, die sich durch besonders strenge Ob- servanz der Ordensregeln vor den übrigen Kongregationen hervorthat. 1513 erlangte er die höchste Würde, die des„Generalpräsidenten“, die er aber, als er mit seiner Absicht, die Klöster zu reformieren, auf unüberwindliche Hindernisse stieſs, 1515 niederlegte; er starb 1516(nach Anderen 1518). Seine Dichtungen, deren Umfang man insgesamt auf 55 000 Verse geschätzt hat, standen bei seinen Zeitgenossen in hohem Ansehen und ver- schafften ihm den Phrennamen Vergilius Neotericus. Jene beiden Verse aber stehen in einem längeren Gedichte, das die Uberschrift trägt: de pugna virtutis et fortunae und zu der Sammlung von Epigrammen gehört, die Mantuanus dem apostolischen Protonotar Sinibald Falco, wie er sagt, zum Dank für Errettung aus mannigfachen Gefahren ge- widmet hat.
Am 1. Juli, einem Sonnabend, zeichnete sich der von seinen Zeitgenossen gefeierte, auch von Goethé zusammen mit Jerusalem und Spalding wegen ihrer Verdienste um das deutsche Schrifttum gerühmte Prediger Georg Joachim Zollikofer') ein. Er war 1730 zu St. Gallen geboren. Von Bremen aus, wo er seine Vorbildung erhalten hatte, war er
¹) Zollikofer hat in dem Stammbuch seinen Namen mit c statt k geschrieben.


