Teil eines Werkes 
1. Teil (1902)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

113

86/87

Am folgenden Tage, Montag den 26. September, trugen sich die beiden Lektoren der französischen und der englischen Sprache ein. Lehrer der französischen Sprache war Isaak von Colom du Clos(1708 95), der aus der französischen Kolonie zu Münche- berg in der Mittelmark stammte. Er hatte als Schüler das Joachimsthalsche Gymnasium zu Berlin besucht und sich zugleich den Unterricht der Lehrer des Französischengymnasii illustris zu Nutze gemacht. Nachdem er seine Studien in Jena, Leiden und Bremen fortgesetzt hatte, war er 1730 Erzieher des let?ten Fürsten von Ostfriesland aus dem Hause der Cirksena, des damaligen Erbprinzen Carl Edzard, geworden. Während der Regierung seines Zöglings 1734 44, der sich ihm durch die Ernennung zum Geh. Kabinettssekretär und zum Bibliothekar dankbar bewies, blieb er zu Aurich. Nach dem Tode des jungen Fürsten nahm bekanntlich Friedrich der Grolse das Land in Besitz. Colom aber ward nach einer kurzen Lehrthätigkeit am Gymnasium zu Ifeld 1747 als lector publicus linguae Gallicae nach Göttingen berufen, wo er 1751 zum aufserordentlichen Professor der Philosophie ernannt wurde. Er erhielt 1764 den Rang eines ordentlichen Professors, zählte indessen immer zu den aufserordentlichen Lehrern der Universität. In dem letzt- genannten Jahre ward er auch zum Mitglied des Königlichen historischen Instituts er- nannt. Denn auſser seinem eigentlichen Fache beschäftigte er sich mit Heraldik und Geographie, worüber er auch an der Universität Lehrvorträge hielt und worin er von einer reichen Kartensammlung unterstützt wurde. Seine Einschrift in Soermans' Stamm- buch lautet:

Les gens d'esprit vivent tomjours contens; s napdhendent point Vorage: Tout iel das n'est qu'un passage, Tout peut changer avee le tems. Quand par ses passions, qui le rendent coupable, Vimpie incessamment a le coeun agits; à Goitingue Fous jouisses, Soermans, d'un repos agréable: ce 26 Sept. Cest-la le juste Ppric de votre probitẽ. En mémoine de mot

Jsaat de Colom

Der Vertreter der englischen Sprache, Philipp Pepin Eu London 1736 geboren, 1769 88Professor linguae Anglicae in Göttingen, gestorben 1811 zu Stettin) wählte für seine Einschrift die Worte, mit denen in Shakespeares Hamlet, in der dritten Scene des ersten Aktes, Polonius seinen Sohn Laertes in die Fremde entsendet:

7ese ſeib precepts in ih memon

See hou characten.

21 Verse, indem die beiden Verse, die sich auf Frankreich im besondern beziehen, weg- gelassen sind, bis hin zu den Worten:

Tou canst not ihen de false to an man.