Teil eines Werkes 
1. Teil (1902)
Entstehung
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bei den Fachgelehrten in dem nach ihm benannten Ganglion Wrisbergii magnum für alle Zukunft fortleben wird, folgendermaſsen eingeschrieben:

Vide sed cui vide. Honoris amoris amicitiaeque cuusa Gottingae d. 24. 7br. 774. scripsit Henricus August Wyrisberg med. Anat. atque An. Ost. C.

Er gehörte der Georgia-Augusta von seiner ersten Studienzeit(1757) an; seine Lehr- thätigkeit begann er kraft besonderer Konzession schon 1762; zum ordentlichen Professor ward er 1765 ernannt.

Von den übrigen Lehrern der Medizin, deren Verdienste um ihre Wissenschaft heute noch nicht vergessen sind, hat sich am nächsten Tage, Sonntag den 25. September, der als medizinischer Schriftsteller hervorragende Professor Ernst Gottfried Baldinger (1738 1804) eingezeichnet. Von groſser Bedeutung wurde gleich eine seiner ersten Schriften: de militum morbis inprimis exercitus regis Borussiae 1763. Den Stoff dazu gaben ihm die eigenen Wahrnehmungen im siebenjährigen Kriege, den er von 1760 an als Militärarzt im preuſsischen Heere unter dem Oberbefehl des Prinzen Heinrich mitmachte, und während dessen er auch der Belagerung Torgaus 1761 beiwohnte. Bei der Abfassung seiner zahlreichen und gern gelesenen Schriften sowie bei seinen Vorlesungen über medizinische Gelehrtengeschichte uud Bücherkunde wurde er namentlich durch seine wertvolle Bibliothek unterstützt, die er noch unablässig zu vermehren bedacht war. Sie enthielt in der Fach- litteratur auſser andern seltenen und merkwürdigen Büchern eine vollständige Sammlung alter griechischer Irzte und Ubersetzungen der Araber und Latinobarbari. Aber sie umfaſste auch schönwissenschaftliche Werke und eine Kupferstichsammlung, die wiederum reich an Porträts von Irzten und Naturforschern war. Er hat das Verdienst, bei seinen Zeitgenossen den Sinn für das Studium der alten klassischen Medizin und für medizinische Litteraturgeschichte erweckt zu haben. Sein persönliches Interesse dafür bekundet er auch durch den Denkspruch, mit dem er sich in das Stammbuch einschrieb:

Solis medicis licet occidere, nec tamen occidi. Menunden.)

Baldinger gehörte nur in den Jahren 1773 82 der Göttinger Universität an; darnach trat er als erster Leibarzt und Direktor aller Landes-Medizinal-Anstalten in hessische Dienste und wurde 1785 mit der Reorganisation der in tiefen Verfall geratenen medi- zinischen Fakultät an der Universität Marburg betraut.

¹) Mit diesem Citat sind offenbar die Verse gemeint: Mo 0' taro rodro zc onyo

SEeorn dnoxrsinsm ty, d ohoxei e n,

die aber nicht dem Menander, sondern dem Philemon angehören, dessen Fragmente mit denen Menanders

in den Ausgaben vereinigt zu sein pflegen.

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