Teil eines Werkes 
1. Teil (1902)
Entstehung
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feiern können. Seine überaus fruchtbare litterarische Thätigkeit setzte er noch bis zu Seinem Tode fort, der in seinem 91. Lebensjahr, am 4. Sept. 1787, wenige Tage vor der Jubelfeier der Georgia Augusta eintrat.

An dem gleichen Tage zeichnete sich der Geschichtsforscher Aug. Ludw. Schlözer (735 1809) ein, und zwar mit einem Citat aus Lucan.[Pharsalia] T o 462.

ynavum est vedituwae pancere vitae.

Von Wittenberg, wo er, gleich seinen Vorfahren von den Zeiten der Reformation an, Theologie studiert hatte, war er, durch den eben aufsteigenden Ruhm des Orientalisten Michaelis bestimmt, zur Vollendung seiner Studien 1754 nach Göttingen gekommen. Als Michaelis zum gründlicheren Verständnis der Bibel Reisen nach Syrien und Arabien empfahl, griff er diesen Gedanken mit solcher Lebhaftigkeit auf und machte ihn sich so zu eigen, daſs alles, was er in den nächsten Jahren unternahm, nur dem einen Zweck dienen sollte, ihm die Mittel und Kenntnisse für eine solche Reise zu verschaffen. Dies war der Zweck geines Aufenthalts in Schweden(1755 58), wo er nach einander Hauslehrer bei einem Prediger, Dozent an der Universität Upsala, Korrespondent bei einem Groſshändler war, und in Ruſsland(1761 67), wo er in Petersburg litterarischer Gehilfe des russischen Reichshistoriographen Friedr. Müller, dann Adjunkt der kaiserl. Akademie war und zuletzt 1765 durch einen Kabinettsbefehl der Kaiserin Katharina zum ordentlichen Mitgliede derselben und Professor der russischen Geschichte ernannt wurde. Im Jahre 1769 wurde er als ordentlicher Professor der Geschichte an der Universität Göttingen noch auf Betrieb Münchhausens angestellt. Zwar hatte Schlözer durch alle jene Unter- nehmungen seine ursprüngliche Absicht nicht erreicht; indessen war er durch sie auf Studiengebiete geführt worden, auf denen er von nun au als akademischer Lehrer wie als Publizist seine erfolgreichste Thätigkeit entfaltete und aut denen seine eigentliche Bedeutung beruht: durch den Aufenthalt in Schweden auf die Statistik und Politik, durch den Aufenthalt in Ruſsland auf die Universalhistorie. Statistik und Politik lehrte er in Göttingen unter ungeheurem Zudrange der Studierenden zu einer Zeit, wo diese beiden Disziplinen anderwärts kaum dem Namen nach bekannt waren. Die allgemeine Welt- geschichte wurde in den ersten 12 Jahren seine Hauptvorlesung, die er jedes Semester vor- trug und zu der sich bald eine dreifach grölsere Zahl von Hörern tand als bei den älteren Geschichtslehrern, die sich nunmehr alle zurückgedrängt sahen. In manchen seiner Kollegien fanden sich 300 Zuhörer ein, während doch die Zahl der Studierenden in Göttingen in dieser Zeit sich insgesamt auf 800 900 beliet. In diesen Jahren legte er auch den Grund zu einem Unternehmen, das, als es 1776 zur Ausführung kam, in der Wirkung alle seine bisherigen theoretischen Schriften übertreffen und einen gewaltigen Einfiuſs auf die Entwickelung der öffentlichen Meinung und der Publizistik gewinnen sollte; es ist der Brietwechsel meist historischen und politischen Inhalts 177682 und dessen Fortset?ung, dieStaatsanzeigen 1782 93. Parnach kehrte er zu seinen wissenschaftlichen Arbeiten zurück und gab dieUbersetzungen des russischen Chronisten Nestor heraus, indem er mit diesem Werke in seiner letzten Lebensperiode nach dem Urteile der Fachmäuner das pedeutendste vollbrachte, was ihm überhaupt gelungen.

Am folgenden Tage hat sich der Anatom Wrisberg(1739 1808), dessen Name