Teil eines Werkes 
2. Teil (1904)
Entstehung
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durchschaute, in diese Stelle eingesetzt wurde. Hier arbeitete er den zweiten Teil seines zuches aus(er erschien 1778), in dem er sich gegen die erhobenen Finwände, auch gegen die Lessings, mit groſser Festigkeit verteidigte und seine Untersuchungen fort- setzte. Die Theologen aber, die seine Entfernung vom Predigtamte wünschten, hatten bei den Behörden ihrer Meinung Geltung zu verschaffen gewulst, dals Eberhard als Prediger nicht an der rechten Stelle sei, dagegen sich wohl zum Professor der Philo- sophie an einer Universität eigne; und um allen weiteren Angriffen aus dem Wege zu gehen, nahm er 1778 eine solche Professur in Halle an. Hier in Halle erklärte ihn 30 Jahre später die theologische Fakultät am Feste der Wiederherstellung der Universität (808) zum Poktor der Theologie und zwar gerade mit Rücksicht auf seineNeue Apo- logie des Sokrates. Noch während seines Aufenthalts in Charlottenburg falste Eberhard die Idee zu seinem 1779 in Halle erschienenen BucheAmyntor, eine Geschichte in Briefen, einer Art philosophischen Romans zur Bekämpfung der epikureischen Grund- sätze der nach den Maximen der leichtsinnigen französischen Weltphilosophie lebenden gens du grand ton, in deren Lebens- und Denkungsweise ihm sein Verkehr im Hause des Ministers v. d. Horst tiefe Einblicke verstattet hatte. Im Jahre 1776 gewann er im Wett- streit mit Herder durch seineAllgemeine Theorie des Denkens und Empfindens den Preis der Berliner Akademie, zu deren auswärtigem Mitgliede er zehn Jahre später er- nannt wurde. Seine Finschrift in Soermans' Stammbuch steht gegenüber der seines nachherigen Hallischen Kollegen Chr. Gottfr. Schütz und lautet:

184 Unſer keiner lebt ihm ſelber.[Röm. 14, 7] Charlottenburg hiemit wollte ſich dem d. 14. Aug. 1776. Andenken d. h. Beſitzers empfehlen

Joh. Aug. Eberhard.

Der Arzt Sproegel, derhinter der Petrikirche«, d. i. in der Gertraudtenstralse gegenüber jener Kirche, wohnte, schrieb sich am 18. August, einem Sonntag, ein:

215 Oculis oportet magis credere, quam opinionibus. Nippoer: Berolini Benevolae memoriae ac recorda- die X V. Augusti tionis cauſa haec pauca adpoſuit MYCCLXXV. Voannes Weodorus Sproegel. Med: D.

Med: et Phſiol: Profesſ Coll: Neg: Med: Chir: Societ: Nat: Our: Berol: Sodal: Honor:

Zu Berlin 1728 geboren und auf dem Joachimsthalschen Gymnasium vorgebildet, hatte er zu Göttingen 1747 studiert und von dort aus eine botanische Reise durch Deutsch- land, dann eine zweite durch die Schweiz, Frankreich, England und die Niederlande ge- macht. Er besaſs eine auserlesene medizinisch-physikalische Bibliothek, ein beträchtliches