Teil eines Werkes 
2. Teil (1904)
Entstehung
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den Linden nach der Spree hin gerechnet(Linden, Mittelstralse, Letzte Stralse). Seine Einschrift lautet:

126

Nhil movebit ſapiens in ſacris. Gic. in memoriam sui adsor.

Berol. d. 2 Jul: 7776. 4. F W Sack.

Das Citat findet sich in obiger Form bei Cicero nicht; Anklänge enthalten Stellen wie De legibus II, 47: de sacris... haec sit una sententia, ut conserventur semper et... perpetua sind ſsacra) und De leg. II, 22: sacra privata perpetua manento.

Das östliche Ende der Letzten Stralse stiels auf die zur Akademie gehörigen Gebäude, die im letzten Winter vor wenigen Wochen abgebrochen worden sind. Eines davon, der groſse viereckige Turm in der Mitte, diente als Sternwarte und war die Arbeitsstätte des Astronomen Johann Bernoulli(1744 1807), den Soermans am folgenden Tage aufsuchte. Bernoulli gehörte der berühmten Baseler Gelehrtenfamilie an, in der die Beschäftigung mit den mathematischen Wissenschaften das Erbteil aller Mit- glieder schon mehrere Generationen hindurch gewesen war. Abweichend von dieser Tradition hatte sich jener Johann Bernoulli, nachdem er mit 13 ½ Jahren Magister ge- worden war, auf den Wunsch seines Vaters dem Studium der Rechte zugewandt und darin im Mai 1763 die Licentiatenwürde erlangt. Indessen hatte er daneben die wathe- matischen und astronomischen Studien fortgesetzt, und die angestammte Neigung für diese Wissenschaft gewann nun wieder die Oberhand. In eben jenem Jahre 1763, dem neunzehnten seines Lebens, wurde er, sobald Friedrich der Groſse nach Beendigung des siebenjährigen Krieges seine Sorge wieder der Akademie zuwenden konnte, als Mitglied der mathematischen Klasse nach Berlin berufen. Als nun auch die während des Krieges etwas vernachlässigte Sternwarte wieder neu eingerichtet wurde, erhielt er 1767 als Zwei- undzwanzigjähriger das Amt des Direktors derselben. Aber die Unvorsichtigkeit, die er beging, indem er die neu gebaute Wohnung zu früh bezog, brachte ihm eine heftige Krankheit, von der in seinem ganzen Leben nicht mehr völlig genas; es blieb eine ge- wisse Kränklichkeit und Schwerhörigkeit zurück. Zur Wiederherstellung seiner Gesund- heit erhielt er wiederholt Urlaub, den er zu Reisen in wärmere Gegenden verwandte. Schon damals, als er dem Rufe nach Berlin folgte, richtete er seine Reise von Basel aus so ein, dals er auf einem Umwege durch Frankreich und Holland dahin gelangte. Jetzt (1769) nahm er von Berlin aus seinen Weg zunächst nach England, wo er fünf Monate verweilte, dann nach Paris, indem er überall mit Gelehrten in Verbindung trat und die astronomischen Anstalten besuchte; zuletzt weilte er noch einige Monate in seiner Vater- stadt Basel. Leider blieb der gehoffte Erfolg aus. Zwar arbeitete Bernoulli in dem Fache der Astronomie als Schriftsteller sehr fleilsig und verfaſste durch das ganze folgende Jahrzehnt eine Reihe bedeutender astronomischer Werke; aber seine praktische Tätigkeit wurde durch seine Kränklichkeit sehr gehemmt. Daher wurde auf Betrieb Lamberts, dem wir später begegnen werden, der junge Elert Bode aus Hamburg i. J. 1772 zur Unterstützung Bernoullis berufen. Es folgten nun andere gröſsere Reisen; so eine, die er in einem dreibändigen Werke: Lettres sur différents sujets, écrites pendant le cours