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sind uns schon begegnet der Mathematiker Kästner in Göttingen und der Philosoph Meier in Halle; es werden späterhin noch vorkommen der Prediger Schaeffer in Regensburg, der Physiker Adelbulner in Altdorf, der Arzt Leidenfrost und der Mathematiker Schilling in Duisburg. Nach des Königs Tode wurden zu auswärtigen und Fhrenmitgliedern ernannt der Altertumsforscher Heyne in Göttingen, Kant in Königsberg, der Botaniker Jacquin in Wien, Namen, die uns schon in Soermanns' Stammbuch begegnet sind; schlieſslich noch der Philosoph Eberhard in Halle, den wir unten noch in Charlottenburg antreffen werden.
Ein zweites angesehenes staatliches Institut war das Collegium medico-chirurgicum, von dem später die Rede sein wird.
Von privaten Vereinigungen, die sich die Förderung der Wissenschaft zum Ziel setzten, verdient vor allen die„Gesellschaft naturforschender Freunde“ genannt zu werden, die sich i. J. 1773 nach dem Muster der 1743 in Danzig begründeten natur- forschenden Gesellschaft gebildet hatte und die noch heutigen Tages besteht. Unter Führung des praktischen Arztes Dr. Friedr. Heinr. Wilh. Martini(1729— 78) waren Fachgelehrte und Liebhaber der Naturwissenschaften aller Zweige und Kategorien zu- sammengetreten zu dem Zwecke: sich gegenseitig die Früchte ihrer Arbeit mitzuteilen, die Freuden an dem wissenschaftlichen Umgange mit der Natur gemeinschaftlich zu ge- nieſsen und so sich gegenseitig zu weiteren Forschungen anzuregen. Die Anzahl der Mitglieder wurde auf zwölf festgesetzt; die Versammlungen fanden alle Dienstag bei den Mitgliedern nach einer durchs Los bestimmten Ordnung statt. Die Gesellschaft legte Sammlungen und eine Bibliothek an, gab jährlich einen Band Abhandlungen heraus und stellte auch Preisaufgaben. Als Anerkennung und zur Unterstützung ihrer Wirksamkeit erhielt sie vom Könige Friedrich Wilhelm II. das noch jetzt ihr gehörige Haus in der Franzõsischen Straſse zum Geschenk. Der Verein suchte den Kreis seiner Tätigkeit durch die Wahl auswärtiger Mitglieder zu erweitern, unter denen die Namen Titius, Jacquin und Schiffermüller uns schon in Soermans' Stammbuch begegnet sind und der Nürnberger Privatgelehrte v. Murr, der Erlanger Professor Schreber und der Hanauer Konsistorialrat Bergstraeſser noch begegnen werden. Von Berliner Gelehrten gehörten der Arzt Sproegel und der Oberkonsistorialrat Silberschlag dieser Vereinigung an.
Uber den Montagsklub, eine andere Privatgesellschaft mit literarischen Inter- essen, wird weiter unten gehandelt werden.
In Berlin galt der erste Besuch Soermans' dem PDirektor des vereinigten Berlinischen und Cölnischen Gymnasiums zum Grauen Kloster Büsching(1724— 93). Dieser Gelehrte hatte nach einem vielbewegten Wanderleben endlich seit zehn Jahren hier in Berlin, das er schon während seines ersten Aufenthaltes i. J. 1749 als einen „vorzüglich wünschenswürdigen Ort für einen Liebhaber der Wissenschaften und Künste“ schätzen gelernt, die Stätte gefunden, an der er länger als an irgend einem andern Orte vorher bis an sein Lebensende wirksam sein sollte. Von Altona, wo er sich fünf- viertel Jahr als Privatgelehrter aufgehalten hatte, war er, der sich in seiner letzten amt- lichen Stellung als Prediger der deutschen lutherischen Gemeinde zu St. Petersburg (1761— 65) zugleich als ein vorzüglicher Organisator von Schulen bewiesen hatte, unter gleichzeitiger Ernennung zum Oberkonsistorialrat an das infolge der zurückgegangenen Frequenz vereinigte Berlinische und Cölnische Gymnasium berufen worden. Er entfaltete alspald eine erfolgreiche reformatorische Tätigkeit, durch die er nicht mur für die ihm


