Teil eines Werkes 
2. Teil (1904)
Entstehung
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finden sich nur noch drei kleine Aufsätze in denKönigsbergischen gelehrten und poli- tischen Zeitungen aus den Jahren 177678, die das Basedowsche Philanthropin in Dessau betreffen, von denen indes auch nur der eine aus dem Jahre 1777 als von Kant herrührend allgemein anerkannt wird, die beiden andern noch bestritten sind. Er selbst gibt in einem Briefe vom 24. November dieses Jahres 1776 an den Arzt und Popular- philosophen Dr. Markus Herz in Berlin zu, dals er von allen Seiten Vorwürfe wegen seiner Untätigkeit empfange, darin er seit langer Zeit zu sein scheine; er erklärt aber zugleich, dals er doch im Rückblick auf die letzten Jahre sagen könne, er sei wirklich niemals systematischer und anhaltender beschäftigt gewesen. Eine Arbeit beschäftigt ihn unaufhörlich, so sehr, dals er sie durch keine Veränderung, mochte sie auch eine Ver- besserung seiner Lage bedeuten, unterbrechen will. Es wurde nämlich durch den am 21. Juni 1777 erfolgten Tod G. Fr. Meiers, den wir ein Jahr zuvor(15. April 1775) auch in Soermans' Stammbuch eingezeichnet gefunden haben, der philosophische Lehr- stuhl in Halle erledigt, und der Minister v. Zedlitz wünschte aufs lebhafteste, diese erste

philosophische Professur Preuſsens denn Halle war damals die bedeutendste preuſsische Universität mit Kant wieder zu besetzen. Aber obwohl er selbst zweimal brieflich

an Kant die dringendsten Vorstellungen richtete und ihm alle Vorteile einer Uber- siedelung nach Halle aufs verlockendste schilderte, so vermochte dennoch weder das bessere Klima noch die verdoppelte Besoldung noch die Aussicht auf einen ungleich gröſseren Wirkungskreis Kant zu bewegen, die Arbeit, die seine Gedanken damals ganz erfüllte, im Stiche zu lassen. Es sind die Gedanken, die er in jener Inauguraldissertation erst noch unvollkommen ausgesprochen hatte, die er nun in unablässiger Denkerarbeit weiter zu entwickeln sich bemühte, die ihn über Wolfs Rationalismus und den Empi- rismus und Skeptizismus der Engländer hinweg auf eigenen Bahnen zu einem neuen Ziele. seinem Kritizismus, führten. Immerfort angestrengt denkend, rastlos prüfend, un- aufhörlich verbessernd, bereitet er in diesem Jahrzehnt von 177080 die grolsen philo- sophischen Werke vor, die dann in dem folgenden neunten Jahrzehnt in so rascher Folge erscheinen: am Anfang und Ende die drei Kritiken und dazwischen die anderen grundlegenden Werke. Nennt doch Kant selbst in einem Briefe vom 18. August 1783 an Mendelsschn seineKritik der reinen Vernunft das Produkt des Nachdenkens von einem Zeitraume von wenigstens zwölf Jahren. So bonnte er mit der an ihm bekannten strengen Wahrhaftigkeit gegen sich selbst seinem ehemaligen Schüler eine Lehre ins Stammbuch schreiben, die er auch in jener Zeit scheinbarer Untätigkeit an sich selbst vollauf betätigte:

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Hendum ſt aetate. Cito pede labitun aetas. Ooid.:[Ars amat. III, 65] Memoriae cuuſa ſoripſit auditori quondam ſuo et amico honoratisſimo Regiomonti. J. Kant d. 27. Ap7l 776. Logie: et Met: Prof: Ord: h. t. Mecanus.