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Seneca.[Epist. 82, 3] Otium ſine litteris mors eſt et hominis vivi ſepultura. Poſesſorem Albi hjus Nobilisſimum, Auditorem quondum ſuum asſi- duum, ſauſtis ominibus proſequitun
Kegiomonti Prus/. Georgius CMriſtophorus Piſanſxi d. 20 April. Theol. et Phil. Voctor, RNegiae Soci- COMCCLXXV. etatis Jeutonicae Regiomontanae
Mrector, Lycei Cathedralis Rector.
Die noch heute bestehende„Königliche Deutsche Gesellschaft“, als deren Direktor sich Pisanski bezeichnet, war 1741 von einigen Königsberger Gelehrten gestiftet worden; i. J. 1743 hatte sie durch ein besonderes Diplom ihre Bestätigung erhalten und die Erlaubnis, sich eine Königliche deutsche Gesellschaft zu nennen, zugleich auch die Zensurfreiheit für alle ihre Schriften und für ihre Sitzungen ein eigenes Zimmer auf dem Königlichen Schlosse.
Am folgenden Tage, einem Sonntag, hat sich Immanuel Kant(1724— 1804) in Soermans' Stammbuch eingeschrieben. Das Jahr 1770, in welchem Kant im Alter von 46 Jahren stand, bewirkte dadurch, dals es ihm das längst ersehnte, bis dahin aber ver- geblich erstrebte Ziel, eine ordentliche Professur der Philosophie, brachte, die ent- scheidende Wendung sowohl in seiner äufseren Lebensstellung als auch in seiner inneren wissenschaftlichen Entwickelung. Fünfzehn Jahre, darunter die Jahre des siebenjährigen Krieges und wieder darunter die Jahre 1758— 62, in denen Königsberg sich im Besitz des Feindes befand, hatte er in der unsicheren Stellung eines Privatdozenten zugebracht. Schon einmal, i. J. 1758, war jene Professur frei geworden; doch der russische Gouverneur, der General v. Korff, verfuhr nach der Anciennität und gab die Stelle einem älteren Kollegen Kants. Endlich nach elf Jahren weiteren Wartens boten sich ihm im Winter- semester 1769/70 gleich drei Stellen, von denen er die zu Erlangen und Jena dankend ablehnte, sobald sich die an der heimatlichen Universität für ihn auftat. Es war die Professur der Logik und Metapbysik, dieselbe Stelle, um die er sich zwölf Jahre zuvor vergeblich beworben hatte; er sollte sie bis an sein Ende einnehmen. Sie brachte ihm ein festes Gehalt von 400 Reichstalern jährlich. Fr trat sie an mit der Friedrich dem Grolsen gewidmeten Inauguralschrift De mundi sensibilis atque intelligibilis forma et Principiis, dissertatio pro loco professionis log. et metaph. ordinariae rite sibi vindicando, die er am 20. August 1770 öffentlich verteidigte. Aber in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit schien, nach seinen Publikationen zu urteilen, mit der gesicherten Stellung ein Stillstand eingetreten zu sein. Vom Jahre 1755 an, in dem Kant sich habilitierte, war bisher kaum ein Jahr vergangen, das nicht durch das Erscheinen irgend einer Schrift bezeichnet ist. Seit jener Inauguraldissertation vom Jahre 1770 war in diesem achten Jahrzehnt nur eine kleine Schrift„Von den verschiedenen Racen der Menschen“, eine Programmarbeit zur Ankündigung der Vorlesungen über physische Geographie im Sommer- semester 1775, veröffentlicht worden; sie erschien 1777 noch einmal in veränderter und erweiterter Gestalt im zweiten Teil von Engels„Philosophen für die Welt“. Auſserdem
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