Teil eines Werkes 
2 (1846) Die Sphäre des Archimedes
Entstehung
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ſung hierzu in der Schrift reot ohconoties ¹) untergegangen und es hat auch, wie vorliegt, den alten Berichterſtattern nicht beliebt, ihren Angaben über die Leiſtungen des Inſtru mentes eine vollſtändige Aufzählung und Beſchreibung aller einzelnen Theile und deren Zuſammenſetzung beizufügen; indeß dürfte ſchon ein mäßiger Grad von Erfindſamkeit im Verein mit aſtronomiſchen Kenntniſſen und mechaniſcher Gewandtheit recht gut im Stande

ſein, das etwa Mangelnde zu erſetzen, ohne dabei den alterthümlichen Standpunkt aus dem

Geſichte zu verlieren.

§. 16. Fortſetzung. War die bewegliche Sphäre eine Armillarſphäre?

Das Schwankende in der gewählten Bezeichnung bewegliche Sphäre konnte ſchon darauf aufmerkſam machen, daß es, ungeachtet der ſorgſamſten Ueberlegung aller vorliegenden Sachverhältniſſe, bedenklich ſchien, der Sphäre ohne Weiteres einen Platz unter den Sphären⸗ gattungen der neueren Zeit anzuweiſen. Da nun auch die zu Gebote ſtehenden, ſehr be ſchränkten Hülfsmittel ihren Dienſt gänzlich verſagen, oder ohne weitere Begründung einen beſtimmten Ramen dafür gebrauchen: ſo wird es nöthig ſein, einzelne Punkte beſonders ins Auge zu faſſen, um zu einer Entſcheidung zu gelangen.

In den Schriften der Alten finden ſich nur zwei Gattungsnamen für bewegliche Sphären, nämlich awthecros bei Sextus Empiricus und oſétoe Oinchr, wie Aulus Gellius') aus einer Schrift Varro's anführt. Die jetzt gebräuchlichen Planetarien, welche die Geſtirne in horizontaler Lage forttreiben, zumal die künſtlicheren, können, weil ſie dem Alterthum unbekannt geweſen, hier nicht in Betracht kommen. Ein Auto⸗ mat kann die bewegliche Sphäre nicht genannt werden, wenigſtens nicht im ſtrengeren Wortſinne; denn das Umdrehen einer Kurbel war die äußere bewegende Urſache. Es bleibt alſo nur die Frage, ob die Sphäre eine ohccoe zotau d. h. Ringkugel oder Armillarſphäre

geweſen ſei.

1) ef. Fabric. Biblioth. Cr. IV. 14. P. 457. Libr. III. c. 22. P. 552.

2) ef. Noet. A. IM. 10. 4*