Teil eines Werkes 
2 (1846) Die Sphäre des Archimedes
Entstehung
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genoſſen der Römer, der in Italien wüthende Krieg gegen Hannibal die Möglichkeit einer baldigen Nöthigung zur Selbſtvertheidigung das Bedürfniß hinreichender Sicherungs⸗ mittel mehr, als je, fühlbar machen mochte; daß endlich die Erfindung der Sphäre vor Hiero's Tod(215 v. Chr.) fallen muß, weil weder unter Hieronymus kurzer Regie⸗ rung, noch nach deſſen Ermordung bis zur Eroberung der Stadt eine paſſende Mußezeit für dergleichen Kunſtleiſtungen eintrat: ſo durfte es nicht unangemeſſen ſein, anzunehmen, daß die letzten Jahre vor 215 vor Chriſto die Periode ausmachen, in welcher ſich Archi medes mit aſtronomiſchen Gegenſtänden, wenigſtens mehr, als ſonſt, beſchäftigt und demnach auch den Himmelsglobus verfertigt habe.

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Aufbewahrungsort.

Auch über den Aufbewahrungsort der Sphäre ruht noch Dunkelheit. Man ſollte glau ben, daß unter den Auszierungen der Stadt und den verſchiedenen Kunſtwerken, womit Märkte, Säulenhallen, Tempel und Paläſte beſonders durch den bauluſtigen und kunſt⸗ liebenden Hiero faſt überladen waren, auch die Sphäre einen paſſenden Platz werde gefun⸗ den haben, und daher von den Klaſſikern in ihren Schilderungen der ſyracuſiſchen Pracht beachtet worden ſei; allein weder Diodor aus Sieilien'), noch Cicero, dieſer Verehrer des Archimedes, welcher als Quäſtor in Sicilien die in Vergeſſenheit liegende Grabſtätte des großen Mathematikers wieder aufdeckte), die Schönheit der Stadt weitläufig beſchrieb*), und überhaupt in ſeinen Schriften der Sphäre ſo gern Erwähnung that, noch auch irgend

ein Anderer redet davon. Athenäus iſt der Einzige, welcher einen, obwohl unſichern,

Fingerzeig gibt.

In der ausführlichen Beſchreibung des coloſſalen Schiffbaues, welchen Hiero dem Archimedes, als oberſtem Aufſeher, übertragen hatte, finden ſich die beachtungswerthen Worte): Gleich daneben( neben einer Kapelle der Venus) war ein Studienſaal mit einem Lager für 5 Perſonen; die Wände und Thürflügel deſſelben waren aus Buchs

1) Diodor. Sicul. XVI. 83.(S4.)

2) Ciceron. Quaest. Tuscul. IV, 23.

3) Ciceron. Act. II in Verr. Libr. IV, 53.

4) Athenaeus V. c. 42. Edit. Dindorf. p. 456.