grammatiſch beziehn? Warum? Wann können Adjectiv⸗Sätze nur verkürzt werden? Beiſpiel! Alſo iſt hier gegen die grammatiſche Satzfügung gefehlt. Kann das etwa dem Dichter erlaubt ſein? Wir würden nur fragen: Worauf beziehen ſich die Worteraſch zur That Und offen des Verführers Rath*? Auf den Grafen; denn er iſt ja offen des Verführers Rath, läßt den Verführer leicht zu. Nachdem das Stück geleſen und wohl aufge⸗ faßt iſt, kommen wir dann tnoch zur rechten Zeit auf die Worte zurück und laſſen die grammatiſche Ausnahme, die der Dichter macht, auffinden und rechtfertigen. Wir haben ein Beiſpiel gegeben, an dem unſere Meinung deutlich ſein muß und erlauben uns nun auch unſere Bemerkungen über die beiden Methoden. Bei der erſten verliert der Schuͤler durchaus den Sinn und Zuſammenhang aus den Augen. Und wenn man das etwa läugnen will: ſo ſetze ich zu, daß es nach jener grammatiſchen Interpretations⸗Methode nicht bei Einer ſolchen Anmerkung bleibt, ſondern daß wenigſtens jede Strophe Gelegenheit zu einer neuen Anmerkung geben muß; ſelbſt die Worteoffen des Verführers Rath werden wohl noch erſt grammatiſch betrachtet. Das ſetzt aber außer Zweifel, daß der Schüler ſich in der grammatiſchen Betrachtung verliert und den Sinn und Zuſammenhang darüber vergeſſen muß. Eine ſolche Methode kann den Schüler nicht anleiten, wie er ein claſſiſches Stück auf die rechte Weiſe zu leſen habe. Nach der anderen Methode folgen, wenn das Stück geleſen iſt, die grammatiſchen Bemerkungen. Die Fragen lauten ſo: Müſſen die Worteraſch zur That Und offen des Verfü hrers Rath durchaus auf den Grafen gehn? Jal das fordert der Zuſam⸗ menhang. Aber, wenn man von dem Zuſammenhange der Worte abſieht: iſt dann auch keine andere Beziehung möglich? Es könnte auch aufRobert gehn: Darob entbrennt in Roberts Bruſt, Des Jägers giftger Groll, Und trat zum Grafen,(Robert trat zum Gegfenn raſch zur That, Und offen des Verführers Rath,