24 der Phantaſie, als mit dem Verſtande dargeſtellt? Iſt das Allgemeine durch das Be⸗ ſondere, die eigentliche Sache durch anſchauliche Bilder erſetzt worden? Iſt ſtatt der Belehrung, ſtatt der Lehre, ſtatt der Überzeugung nur die durch die Lehre und Ueber⸗ zeugung erregte Rührung des Gemüthes dargeſtellt? Iſt alles Vpealiirr rt worden? Iſt die Rede an ein Versmaß gebunden und an welches? Iſt das Werk im mittleren oder niederen Style gehalten? Wenn im mittleren, hat ſich der Verfaſſer irgendwo zum höhern erhoben? Warum gerade da? Etwan weil der Verfaſſer hier ein vorzügliches Intereſſe an ſeinem Gegenſtande hatte und wieder bei uns erregen wollte? weil dieſer Theil beſonders wichtig oder groß oder wohl gar erhabener Art iſt? Sind Wörter und Redensarten zu bemerken, die nur zur höheren Schreibart, in welcher dieſe Stelle gehalten iſt, gehoren? Wenn das Stück Proſa iſt, zu welcher Gattung gehört es? zu welcher Art? Wenn es eine Beſchreibung ſinnlicher Gegenſtände iſt, paſſet das fruͤher entwickelte Beiſpiel auch hier? Was bemerkt der, welcher in einen Garten gefuͤhrt wird, zuerſt? Was beſieht er nach dieſen zuerſt auffallenden Haupttheilen? Was thut er, wenn er nun auch die Haupttheile alle einzeln, oder wenn er die Nebentheile geſehen hat, aus welchen die Haupttheile beſtehen? Richtig! Er überſi eht noch wieder den ganzen Garten auf einmal und giebt in der Regel ein Urtheil üͤber denſelben. Iſt das nun auch hier geſchehen? und wie? Sind die Worte recht deutlich und beſtimmt? Welche vorzüglich? Sind etwa negative Aus⸗ drücke zu bemerken? Warum ſind ſie zu verwerfen? Hat der Verfaſſer paſſende Ver⸗ gleiche beigebracht, um die Sache mehr herauszuſtellen? Wenn das Stück Poeſie iſt, zu welcher Gattung gehört esk zu welcher Art? Wenn es zu den lyriſchen Dichtungen gehört und eine Hymne iſt, welche iſt die Hauptempfindung? wird ſie durch alles Übrige nur ver⸗ ſtärkt und angehalten? Wodurch zeigt ſich, daß der Verfaſſer ein religiöſes, heiliges,