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zu mir geſchicket und anzeigen laſſen, das Holtz aufm Berkenmohre were reif und wieder zu ver⸗ hauen, begerete und bote derentwegen, dieweil er viel neher denn ein frembder, wolte es ihren gnaden umb billiche Bezahlunge vor andern gönnen, weiß nicht, wo er es hin brauchen wolte. Darauf antworte Ich, wie wol billich und recht, aber ich dürfte meinen Herren nicht mahnen, und konten wir des geldes vor daßelbe Holtz nicht entbehren, einen frembden konte Ich treiben und mahnen. Darauf verbath Ihr gnade durch Joſt Jegern einen andern, iſt lang, hab es ver⸗ geßen, Beckern, mein ich, oder Borneman und Neben. Es ward aber das Holtz verhauen, und war niemands, der mit mir drüber diſputirte, und denke ichs nun in 40 Jharen, glaub ich, iezun⸗ der zum dritten mal verhauen.
Und wie er weiter nach etlicher Zeit von der iagt durch des Cloſters holtz gefuret, fo⸗ derte Er mich zu ſich, in Beyſein ſeiner junckern und aber Doctor Medris und ſagete, wir hetten einen ſchönen ort holtz, wer ſchön und viel überſtendig Holtz darinnen, warumb Ichs nicht zu gelde machet, und verkaufte, dan es do nicht beßer würde. Antworte ich, Ich wolte den Nach⸗ kommenden auch etwas laßen, das ſie nicht zu klagen.
Habe auch Zween Pfarherr angenommen, wie Er auch Herr Valtin Müller*) jetzigen Pfar⸗ herr, ohne iemandts einrede, Diener, ſchreiber, Kelner, Hoffmeiſter, Müller, Becker, Köche ꝛc. auch dieſelben geurlaubet, wann Sie es nicht recht gemacht haben, hatt mir niemandts vom Hofe
ewehret. 1 Hat auch graff Albrecht, graff Wolff Ernſt**) etlich mahl müller, Hofmeiſter, Becker, Sat⸗ ler und ander an mich verbeten und vorſchrieben und nichts hier vorgeſchrieben und geboten.
Habe auch Ludolff von Sundhauſen auff Graff Albrechts Vorbitte des Kloſters Zwelff Huefen vor 24 Marckſcheffel gelaßen, do ſie ſnuſten dem Kloſter wol 40 marckſcheffel, kraut, rüben, hüner und eyer hetten geben können***).
Graff Wolf Ernſt bat vor Germerßhaußen, das ich ihn wegen des Cloſters 30 marckſcheffel hafern erließ, ſo Er dem kloſter im reſt war, Graff Volckmar von Hohnſtein bath vor zween Jun⸗ ckern von Mauederode, ſo dem Kloſter dreyhundert Marckſcheffel Hafern ſchuldig, wolte vor dieſel⸗ ben hundert thaler nemen, hatt mich Niemand deßhalben beklaget, da Ichs doch ofte Unſern gne⸗ digen Herren und derſelben Rethen narriret, auch Niemand geſagt, Ich hette daran Unrecht gethan, oder mich zu viehl gemechtiget.
Habe mit bedencken der alten diener ohne iemands vorwißen, des Cloſters Land, Wieſen, Meyereye, Schaffereye einen alten und geübten Hofemeiſter bald im anfange außgethan, lauter umbſonſten, alleine ſolte dem Kloſter ein gewiße anzahl Keße, Butter darvon geben(durfte vom Lande nicht ein ſcheffel geben) und muſte dem Kloſter die notigen fuhren mit ſeinen eigenen pfer⸗ den thun, kundte aber nicht dabei bleiben, und muſte alles nach dreyen Iharen wieder von ihm nehmen.
Habe es graff Albrechten oft erzelet, auch wie Ich die Zweye freye forberge †) zu Sund⸗ hauſen beßer vermeyert, dan Sie zu herrn Thomas Zeiten ausgethan, habe auch graff Albrechten eine Copey derſelben Vermeyerunge ſchicken müßen, wie Er auch etwas daßelbe mal außzuthun bedacht, do er es ihm wolgefallen ließ.
Und wie man etlichmal bei mir angeſucht, wolte willigen, das man vor eine Summe geldes des Cloſters gueter vorpfendete, habe Ich gewehret und davor gebeten, iſt auch dabei mit des
*) Leuckfeld a. a. O. p. 195.
**) Graf Wolgang Ernſt v. Stolberg geb. 1446. geſt. 1606. Vgl. Zeitfuchs a. a. O. p. 52. ***) Leuckfeld a. a. O. p. 122.
†) Vorwerke.


