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Andeutungen über das Verhältnis des Religionsunterrichtes zur Kirche und Schule, und über die Behandlung desselben auf Gymnasien / Bresina
Entstehung
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sche und comparative Element, jenes als Correctiv, dieses als Rechtfertigung nie zu übersehen. Wie viel Gelegenheit bietet sich dem Lehrer nicht dar, z. B. dem Platonismus gegenüber die Dignität der christlichen Idee in ihr volles Licht zu stellen! Glaubens- und Sittenlehre endlich sind, wie von Vielen geschehen, auf dem Gymnasium mit einander zu verbinden, sollte auch die letztere etwas zu kurz kommen. Osiander hat beide nur aus Accommodation an den Lehrplan der Anstalt, an der er unterrichtet, getrennt. Am Gtzdieanqe tan hat Nitzsch die Sittenlehre mit der Glaubenslehre verbunden. 8 Wird der Religionsunterricht nach dieser Ordnung im Glauben zum Glauben ertheilt, so kann es nicht fehlen, dass die Zöglinge der wissenschaftlichen Standesschulen nicht bloss bekannt, sondern auch versöhnt mit dem Christenthume die Hochschule betreten. Herrscht ein christlicher Geist in einem Gymnasio, wird er durch religiöse Uebungen und durch Ver- bindung mit dem kirchlichen Leben genährt, geben auch die Lehrer Zeugniss, wie theuer die ewigen Güter ihrem eigenen Leben sind, will der Religionsunterricht keinen andern Grund legen, als den, der schon gelegt ist, aber in einer den Bedürfnissen des Gymnasiums ange- messenen Methode, so braucht der Religionsunterricht bei solcher Unterstützung, bei sol- chem Inhalte und solcher Form nicht noch mehr Stunden für sich in Anspruch zu nehmen, wie Mehrere dies verlangt haben. Vielmehr unter solchen Bedingungen wird er der das Licht der Wissenschaft suchenden Jugend jenen hochherzigen, Berge versetzenden, die Welt überwindenden Glauben verleihen, welcher sich des Kreuzes, des Evangeliums nicht schämt, sondern in ihm eine Kraft Gottes sieht, selig zu machen Alle, die daran glauben.