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en, den Geist der h. Schrift, namentlich des N. Testamentes kennen zu lernen. Der Eine Geist des N. Testamentes hat sich darin auf mannigfaltige Weise ausgeprägt und mehrere Lehrbegriffe geschaffen. Die Einheit kann nur an dem Unterschiede gezeigt werden. Der Unterschied selbst muss aber in seiner Berechtigung nachgewiesen werden, indem man sei- nen Quellpunkt und Grund im christlichen Glauben selbst sucht. Es ist daher der Lehr- inhalt des N. Testamentes zuerst sachlich einzutheilen in den theologischen, anthropologi- schen und soteriologischen. Johannes hat den theologischen besonders ausgebildet. Seine Anschauungsweise ist voraufzustellen und in ihm zu begründen. Zur Ergänzung dienen die übrigen apostolischen Schriften. Den zweiten und dritten Theil haben besonders Pau- lus, dann Petrus und Jacobus ausgebildet. Auch ihre christliche Weltanschauung ist auf- zustellen, aus ihrem Glauben abzuleiten, und mit der des Johannes zu vergleichen. Bei der Vergleichung wird sich in allen drei Theilen ein Resultat gewinnen lassen, in welchem alle vier Apostel als Repräsentanten der N. Testamentlichen Schriftsteller eins sind. Am Schlusse eines jeden Theiles muss auf die Symbole der Kirche und besonders auf den Ge- gensatz des Katholicismus und Protestantismus hingewiesen werden, weil der Zögling auf diese Weise Einsicht in den biblischen Grund der protestantischen Lehrsätze erhält. Da diese ganze Operation nicht vor sich gehen kann ohne die Bibel, und namentlich ohne das N. Testament und die Erklärung seiner Hauptbegriffe, so ist nicht bloss am Anfange jedes Theiles der denselben erläuternde Abschnitt eines Apostels zu lesen und sein Zusammen- hang ins Licht zu stellen, sondern es ist auch der Grundtext des N. Testamentes zur Er- klärung der Begriffe zu benutzen. Dem ganzen Cursus wird eine kurze Einleitung in's N. Testament vorausgeschickt werden können, in welcher hauptsächlich über die dogmatische Bedeutung der einzelnen Bücher zu sprechen ist. Den Lehrer können leiten die Schriften von Neander, Usteri, Matthies und Frommann,
Die also gewonnenen Resultate des N. Testamentes sind nun mit Beziehung auf die Form, welche sie in den Symbolen der protestantischen Kirche erhalten haben, in ihrer Wahrheit an dem Subjecte nachzuweisen. Das geschieht dadurch, dass ihr innerer Zusammenhang ge- sucht, ihr Inhalt als logisch richtig und denkbar, ihre Form als zweckmässig und dem christ- lichen Bewusstsein entsprechend gerechtfertigt wird. Für den Zusammenhang ist die Ein- theilung und der Anfang von Wichtigkeit. Am Einfachsten scheint es, von der Gottesidee und dem Gottesbewusstsein auszugehen. Die gewöhnlich in die Einleitung zur Religionslehre aufgenommenen apologetischen Begriffe reihen sich dann von selbst schon ein. Desshalb kann der Unterricht in der christlichen Religionslehre sich auch an das apostolische Symbolum anschliessen. Von der Christologie auszugehen bietet viele Schwierigkeiten dar, wie bei Kar- sten zu schen ist. Bei der Begründung des Einzelnen ist, wofür schon Schmieder Manches
gethan und worauf Asmussen recht dringend mit Recht aufmerksam gemacht hat, das apologeti- 4 A


