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Andeutungen über das Verhältnis des Religionsunterrichtes zur Kirche und Schule, und über die Behandlung desselben auf Gymnasien / Bresina
Entstehung
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einer Weise eins mit Gott, wie kein Einziger, gewinnt es ein herzliches Vertrauen zu ihm, zu seiner Wahrheit, zu seinen Gütern. Bevor indess das Kind zum Glauben an Jesum als den Christus geführt werden kann, muss es lebendigen Glauben an Gott selbst gewinnen, muss es von Gottes Herablassung zu den Kindern des Staubes hören, muss es die Nähe Gottes ahnen und fühlen lernen; bevor es ferner Christum als den von Gott Gesandten vor Allen lieb gewinnt um der Herrlichkeit willen, die in ihm offenbar worden ist, muss es von frommen Menschen Kenntniss gewinnen, sehen, wie weit sie es bringen in ihrem Glau- ben, wie viel ihnen aber noch fehlt, um gleich Christo zu sein. Die Bibel ist das Mittel, dessen sich der Religionsunterricht zu diesem Zwecke bedient. In ihrem A. Testamente zeugt sie, wie kein anderes Buch, von Gottes Walten auf Erden und bringt eine Reihe von Män- nern zur Anschauung, in denen der Glaube an Gott lebendige Gestalt gewonnen hatte. Mit dem A. Testamente ist daher zu beginnen. Gottes Offenbarung, Gegenwart und Nähe in der Natur, dem Menschengeschlechte und dem Gewissen ist zum Bewusstsein zu bringen, an den Frommen des A. Testamentes die Kraft, die Wirkung und der Segen des Glaubens zu zeigen, aber stets anzudeuten, was der zur Anschauung gebrachten Persönlichkeit dennoch fehlt und wie der Urfehler der Menschheit auch in ihr sich Bahn gemacht hat. Es ist mit einem Worte die Idee des wahren Knechtes Gottes nicht bloss in dem, was die Männer des A. Testamentes zu ihrer Realisirung gethan, sondern auch in dem, was sie dafür unterlassen haben, zur Anschauung zu bringen. Es ist mithin biographisch zu verfahren. Abraham, Moses und die Propheten gelten auf dieser Stufe nur so viel, als sie Knechte Gottes sein wollen und es dennoch vollständig nicht sind. Der innere Zusammenhang unter diesen Män- nern ist nicht aufzuschliessen, weil dieser sich nur der Vorstellung eröffnet, welche in die Lehre gehört. Die Anschauung hat das Eigenthümliche, dass sie auf das Gefühl, auf die Stimmung des Ich's, auf das Centrum des Lebens wirkt. Besonders dient dazu die Anschauung historischer Personen. So wird durch den zur Anschauung gebrachten Glauben der A. Testa- mentlichen Männer am Leichtesten der Glaube an Gott in dem Zöglinge erweckt.

Ist dieser Glaube erweckt, fühlt der Zögling, was ein Knecht Gottes zu bedeuten habe, hat er zugleich gemerkt, dass alle Männer des alten Bundes die Idee desselben nicht rea- lisirt haben, so ist er nunmehr zu Christo zu führen, zum N. Testamente und zwar zu den Synoptikern. Sie dienten schon im Urchristenthume der Katechese oder dem Zeugnisse, dass in Jesu der Christus erschienen sei. Sie stellen die messianischen Thatsachen aus dem Leben Jesu zusammen, um Glauben zu erwecken. Diese Thatsachen sind in ihrer vollen Dignität den Zöglingen aus dem Buche der Bücher selbst vorzuführen. Aus Jesu, des einigen Meisters Selbstdarstellung und heilvoller Wirksamkeit und aus seinem Leiden, Sterben und Auferstehen müssen sie ihn als den wahren Knecht Gottes und den Gottes- sohn kennen lernen, welchem zu glauben ist; seine Sündlosigkeit, seine specifische Verbin-