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Besonders aber beachte man W. T. III, 10, 1744— 1747!
Mit zögerndem Entschluss, mit wankendem Gemüt,
Zog ich das Schwert, ich that's mit Widerstreben,
Da es in meine Wahl noch war gegeben! Der Held könnte also das Verbrechen meiden, aber der Ehrgeiz spricht zu mächtig in seiner Brust.
Zeigt einen Weg mir an, aus diesem Drang,
Hilfreiche Mächte! einen solchen zeigt mir,
Den ich vermag zu gehn— ¹) So trägt nicht das Schicksal die Schuld, nicht der Zwang der Umstände, sondern der eigne Fehler, der Ehrgeiz,²) wird Veranlassung, dass Wallenstein von der Höhe des Glücks in tiefes Leid versinkt. Er kämpft an gegen die staatliche Ordnung, er will die Macht
Die ruhig, sicher thronende erschüttern,
Die in verjährt geheiligtem Besitz,
In der Gewohnheit festgegründet ruht ³) und in diesem Kampfe muss er untergehn. Nachdem er aber den Schritt gethan, der ihn in schwere Schuld verstrickt, anerkennt er die That als seine eigne:
ich erwart' es, dass der Rache Stahl
Auch schon für meine Brust geschliffen ist.
Nicht hoffe, wer des Drachen Zähne sä't,
Erfreuliches zu ernten. Jede Unthat
Trägt ihren eignen Racheengel schon,
Die böse Hoffnung, unter ihrem Herzen. ¹) Reue durchbebt sein Herz mit banger Ahnung kommenden Unheils. Im Schosse seiner Familie, durch den Gesang der Tochter will er den bösen Dämon verscheuchen, der um sein Haupt die schwarzen Flügel schlägt. ⁵)
Aber die Sterne, wendet man ein, verkünden Wallensteins Schicksal, sie drängen ihn zu seinem Entschluss! Sein Schicksal ist also vorausbestimmt, es ist das antike Schicksal! Doch sprechen die Sterne ja nicht für das Bündnis mit den Schweden, sie zeigen nur im allgemeinen Glück oder Unglück an. Wallenstein deutet ihre Stellung nach seinen Wün- schen. Seni widerrät die Vereinigung mit dem Feinde. Wie ängstlich klingt sein wieder-
1¹) WII. I, 7, 521— 523.
2) WT. IV, 2, 2571— 2577. Gordon:.... er ging der Grösse kühnen Weg, Mit schnellem Schritt, ich sah ihn schwindelnd gehn, Ward Graf und Fürst und Herzog und Dictator, Und jetzt ist alles ihm zu klein, er streckt Die Hände nach der Königskrone aus Und stürzt in unermessliches Verderben!
3) Wr. 1, 4, 194— 196. 4) WT. 1, 7, 647— 652. 5) Wr. III, 1471 f.


