10 siebenhiirgeu und schliesslich der westfäilischcn Strontianitgruben der l)e-ssaner Zucl(crraffinerie Var. Auf seinen ausgedehnten Reisen in den Vereinigton Staaten von Nordamerika, in Alaska, Mexiko, siidamerika und kllransvaal hat Herr Wilhelm X""·enator, llkitteningcnicur in l)resden, wertvolle Stücke von gediegenem Gold und Silber- gesammelt, und auch Herr Max Venatoiz ,l-Zorgwerks- direkter in Ramsdorf, hat nicht wenig zur Erweiterung der sammlung beigetrageir Xvie lebhaft die Freude an dem Xvachstiim der vaterlicshen sammlnng in der Familie war, beweist dei« Umstand, dalz aucli Herr"K0mmerzien1«at Tenator in l)essau, obwohl von Beruf ganz anderen Interessen Zugewandt, auf seinen vielen Reisen im Auslande, hauptsächlich in Rulsland und Nordamerika, niemals versäumte, ful« die Mehrung des ZF’iiiI"iilieiis(-lik1tZes tätig zu sein-
viele stücke dei- sammlung wurden von dcn Professoren der N1111e1«alog’ie an dei« technischen Hochschule in Aacheii Laspeyises,--"-tzisung und Groth wissenschaftlich bearbeitet, und auch aris- landische Mineralogen und Sammleis von Ruf, so v. Simaschko in Petersburg, Professor Gent-h und Bement in Philadelphia, haben ihr Interesse an der. Sammlung bekundet.
Was ist ein Mineral?
Nicht selten wird der Ausdruck ,,Steinsammlung« statt ,,lVlineraliensammlung« gebraucht, abeis mit Unrecht. Denn die Worte ,,stein«· und ,,Mineral« bezeichnen nicht dasselbe. Manchmal allerdings ist ein stein ein Mineral- Viele Muld- und Elbkiesel Z. B. sind gerundete stiicke des Mincrals Quarz. Aber Granit Z. B. ist keiii Mineral; man würde nach ihm in unsrer sammlung vergebens suchen. Er ist ein Gemenge von drei Mineralicn, von Quarz. Feldspat und Glimmei-, wie man an grobkörnigen stüekcii dieses ,,Gesteins««, die in der geologischen Abteilung des Museums ausliegen, leicht erkennen kann. Soll ein stein mit Fug und Recht den Nameii»Mineral« führ-eri, so muss er gleicht-eilig(homogen) sein, wie Z. B. der Zucker es ist. Auch bei Anwendung eines Vergrötierungsglases muls er sieh als aus einheitlichem Stoff bestehend erweisen. Zuckei- ist Zwar ein homogener stoff, aber als Kunstprodukt ist er ebensowenig ein Mineisal wie Z. B. ein Stück Gusseisen oder Glas oder schlacke.
Mineralien sind leblose, an dem Aufbau des Erdbodens beteiligte Naturkörner von stofflich gleichartiger Beschaffenheit.
Hilfsmittel
Das Studium einer Sammlung allein vermag nicht, den Anfänger in die- Mineralogie einzuführen, es reicht auch nicht hin, um ihn instand Zu setzen, ein Mineral, das er etwa seiner eigenen Sammlung einverleiben will, richtig- Zu benennen. Er wird Lehrbücher und Bestimmungsbiieher zu Rate Ziehoii inüsse11. Von solchen scieii genannt:
Bastian sehmid, Lehrbuch dei· Mineralogie und Geologie, i. Mineralogie. Elslingen und München, J. F. schreiber.
P. Wagner, Lehrbuch dei- Geologie und Mineralogie fiir höhere schulcn. LeipZig nnd Berlin. B. G. Teubncic
Jul. Ruska, Leitfaden der Mineralogie. Leipzig, Quelle öd Meyer.
A. sauer, Mineralkunde. Stuttgai-t, ,,Kosmos«.
Gr. Gürieh, Das Mineralreich. Neuclamm, Verlag von.J. Neumann.
Wolfg. Brendler, Mineraliensammlungen. Leipzig-. Wilh. Engelman11.
Fuchs-Brauns, Anleitung Zum Bestiinmen voii Mineralien. Gielzen.
A. Wiesbaeh, Tabellen Zum Bestimmen der Mineralien mittels äuBerer Kennzeichen Leipzig.
Nach welchen Grundsätzen ist die Sammlung geordnet?
Unter« den vielen Stoffen, die es gibt« sind ungefähr 80, die maii bisher nicht vermocht hat, in andere Stoffe Zii Zerlegen. Man nennt sie Elemente oder Grundstoffe Elemente sind Z. B. die Gase sauerstoff und Sticlcstofk, welche die atmosphärische Luft bilden, der Wasserstoff, mit dem Luftsehiffe gefällt werden, das Chlor und das Fluch Zwei sehr giftige Grase. Elemente sind weiterhin schwcfel, Phosphor und J(ohlenstoff1 ferner alle Metalle, Z. B. Eisen, Gold, silber, Aluminium, Zink.


