Druckschrift 
1 (1887)
Entstehung
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(von Anweil. Die Familie wird in N. angegeben. Ich kann aber nur finden, dass sie von 1613 1664, wo sie ausstarben, das Gut Marschalkenzimmern(0. a. Sulz) als wurttembergisches Afterlehen besassen. Die Landeshoheit und Besteuerung wurde ausdrücklich Wurttemberg vorbe- halten, während der Blutbann seit 1615 den v. A. zustand. Beschr. des O. a. Sulz unter Mar- schalkenzimmern. Ob diese Familie also zur Reichsritterschaft gehörte, muss zweifelhaft pleiben.)

von Appolt(Appold) in A. mit dem Rittergut Trendel im vorigen Jh. immatrikuliert.

von Arnim, ohne Zweifel ein Zweig des alten märkischen Geschlechts(Dorf Arnim in der Altmark), der vielleicht mit den brandenburgischen Markgrafen nach Franken kam. Schon 1587 erscheinen sie unter dem Adel des Oberlandes(G.) mit dem Rittersitz Seidewitz, den sie bis zuletzt wenigstens bis zur Hälfte besassen. Lang, neuere Gesch. des Fürstent. Baireuth III, 280.

von Artner, in den letzten Zeiten mit den Arnim ihre Besitzungen Seidewitz und Windisch- leibach(G.) teilend.

(von Arzt, Patrizier-Familie in Rottweil, wird in N. aufgeführt. Joh. Menrad v. A. be- sass 1699 1702 die Herrschaft Kallenberg an der oberen Donau, die aber unter österreichischer Hoheit stand. Die Stellung dieser Familie ist daher unsicher. Vergl. die Geschichte der Herrsch. Kallenberg in der Beschr. des O. a. Spaichingen.)

von Aschhausen hatten ihr Stammhaus im württ. O. a. Künzelsau. Verschieden von den alten Dynasten dieses Namens, die schon in der ersten Hälfte des 13. Jhs. ausstarben, waren die Ritter v. A. krautheimsche Vasallen und schlossen sich dann der Reichsritterschaft(Od.) an. Sie erloschen 1657 mit Joh. Gottfr. v. und z. A. Ihr Stammgut kam als heimgefallenes Lehen an das Erastift Mainz, das ihn bald an das benachbarte Kloster Schönthal veräusserte. O. a. beschr. v. Künzelsau 359 367. Anderen Besitz hatte das Geschlecht schon vorher verkauft(ebd. 412 ff.).

von Attems, Grafen, aus den österreichischen Erblanden, wo sie jetzt noch blühen, in N. eingewandert. Durch Heirat kamen die Rittergúter Bieringen und Hirrlingen an sie, wegen deren sie 1753 unter die Reichsritterschaft aufgenommen wurden. 1789 resp. 1790 veräusserten sie in- dessen diese Besitzungen. Die Geschichte der Herrschaften in der Beschr. der Oberämter Horb und Rottenburg.

von Auerbach stammen aus dem Kr.(A. bei Mosbach in Baden), wo sie immatrikuliert waren. Auch in K. waren sie begütert. Ob die elsässischen A. demselben Geschlecht angehören, ist mir ungewiss.

Auerochs von Oepfershausen, gehörten zu R., wo ihre Besitzungen Oepf. und Oberkatz bei Wasungen(Sachs.-Mein.) lagen. Die Familie tritt daselbst schon 1315 auf und besass die ge- nannten Güter seit 1711(als die v. Herda ausstarben) ungeteilt. Doch als sie 1731 mit dem hessen-kasselschen General Georg Friedr. ebenfalls erloschen, fiel der Besitz an den Lehnsherrn heim. Brückner, Landeskunde von Meiningen II, 98 ff.

von Aufsess, altes oberfränkisches Rittergeschlecht, das seinen Stammsitz A.(bei Ebermann- stadt, Prov. Oberfranken) nebst reichem Besitz in der Nähe bis heute behauptet hat. Bei dem Ritterkanton G. bekleideten sie mehrfach Chargen, Biedermann füúhrt einen Ritterhauptmann auf. Zu den Burggrafen von Nürnberg traten sie vielfach in Beziehungen(z. B. verkaufte 1364 Hans v. A. dem Burggrafen seinen Anteil an der Veste A.; Mon. Zoll. IV p. 37). Der Ruhm des Geschlechts ist der edle Freiherr Hans v. A., der Begründer des Germanischen Nationalmuseums zu Nmlhere