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[1] (1892) Zur indogermanischen Syntax / von Heinrich Winkler
Entstehung
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Abhängigkeit keine Rede sein kann. Gemäss der ungleich grösseren Beweglichkeit und Freiheit des Griechischen ist auch diese Anwendung unverhältnismässig mannigfaltiger als im Lateinischen und erinnert ebenfalls an den Avesta. Es kann hier nicht einmal eine Ubersicht der Hauptfälle auf- gestellt werden; wenige Beispiele mõgen eine Ahnung geben. 1 ο ος= für deinen Teil, was

dich anlangt οοαμιν EAꝓρρᷣ σ Swocba= mit Namen rdꝓροα es οι ο Bã˙νoe= an Tiefe ꝓαονν= unter dem Vorwande, angeblich Tvenny surjy= nach meiner Meinung r de rov oεαοαν= auf folgende Weise y raαeo,= aufs schnellste rεloος= schliesslich Axαꝑεν = gerade, eben ρ⁴ασ= mit aller Macht 3iwνy= nach Art von 8Ehag= instar..... d pGro pBera oXd, MAd dXioy Metora 1oGο ιο 300v r= was, wozu. Hierher gehören auch die sogen. absoluten Accusative εv, xανv, S6say..., welche genau

in derselben Weise wie rvde roνν ρναιον, ςνꝓςρσαασν †v uſv, nur eben nicht in substantivischer, sondern participialer Form, ganz lose eine Handlung oder besser einen Zustand ohne Beziehung auf eine bestimmte Person mit dem Satzganzen derart verknüpfen, dass je nach dem Falle eine temporale oder causale Bestimmung sich ergiebt.

Ganz ähnlich, nur noch unbestimmter, meist direct durch einfache adverbiale Redensarten zu umschreiben, sind die Infinitivformen im Accusativ wie ro vöy s,ar= für jetzt, αααα οοτov ewat, fast völlig= 10 Lοςα αυ αι= was diesen anlangt.

Bezüglich des Accusativ mit dem Infinitiv, welcher hier nicht eingehend behandelt werden kann, sei auf die eingangs gemachte Bemerkung über dãvēò οσναον stvat verwiesen. Nur das mag hinzu- gefügt werden, dass diese Construction das eigentliche Wesen des Objectcasus deutlich hervortreten lässt. In dem Satze onto viſc aτεεος αeeνevov αοεανκάν ννςν otiy erfährt das dπεαvν νv zorty lediglich eine nähere Bestimmung der Art dieses dπα⁵α t, welche nur in dem Casus der vollen Unbestimmtheit stehen kann, wenn sie wie hier durch ein persönlich gefasstes Prädicatsnomen ausgedrückt werden soll. In derselben Weise aber wird auch in einem arèv αααενεεοσ˙αᷣαά ⁸‿πωε die Verbindung αεαεοεοα˙εαιαι μπαε nur ihrer Art nach näher bestimmt durch das den Casus der Unbestimmtheit tragende drév, keineswegs aber ist dxév etwa das Object zu ĩα o.

Die Behandlung des ungemein energisch und eigenartig entwickelten germanischen Accusativ muss behufs Vermeidung einer Raumüberschreitung auf das engste Mass zurückgeführt werden und wird neben der Anwendung im Gotischen fast ausschliesslich das Neuhochdeutsche, alles im knappsten Umriss, berücksichtigen. Zugleich die Bemerkung, dass auch die drei noch nicht behandelten indogermanischen Casus: Locativ, Instrumental, Ablativ aus dem gleichen Grunde hier fortfallen müssen; sie werden in etwas eingehenderer Fassung als die hier behandelten Casus in Jahres- frist folgen.

Der germanische Accusativ hat wie in den übrigen indogermanischen Zweigen seinen Schwer- punkt in der Verbindung mit Verben, und das tritt stärker hervor wie im Avesta und Griechischen, wo wir denselben in reiner Nominalverbindung, abhängig von Adiectiven, oder rein adverbial in reicher Anwendung fanden. Diese letzte Richtung ist dem Germanischen ziemlich ungeläufig, wenn auch keineswegs ausgeschlossen. Dagegen werden wir sehen, dass die Art, wie dasselbe Object- verbindungen schafft, an Unmittelbarkeit und Kraft, namentlich aber an Umfang alles, was bisher behandelt wurde, weit hinter sich lässt; und das, obgleich ihm keineswegs die Fähigkeit innewohnt, eigentlich jeden Verbalbegriff wie das Griechische mit einem Object zu verbinden. Dazu kommt, dass diese Bildungsfähigkeit nicht zum Stillstande gelangt, sondern in voller Entwickelung begriffen ist. Auch in anderer Beziehung hat dieser Zweig neue Bahnen mit Erfolg eingeschlagen, welche die eigentliche Natur des Casus der allgemeinsten Verbindung in überraschender Weise zum Durch- bpruch kommen lassen.