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heutiges Gesundheit, Schmollis trinken; später werden wir sehen, dass gerade auf diesem Gebiet das Deutsche viele verwandte Sprachen weit hinter sich zurücklässt.
Bezüglich dieser ungemein zahlreichen, mannigfaltigen und äusserst packenden Wendungen aller Art sei auf Rumpel verwiesen, welcher in seinem Die Casuslehre... Halle 1845 mit grosser Klarheit und Schärfe in das Wesen des Casus eindringt und fast über all die richtige Auf- fassung bekundet, Hier nur noch einige drastische Fälle. 7Séε(dvapla) dorde αεανρνμνπνννν= bricht Flucht durch, d. h. die Zügellosigkeit führt zum Durchbrechen der Reihen und dadurch zur Flucht. EXαοςα lα= eine Wunde schlagen(verwunden). Hι αααηρνμειν= Schlacht würfeln, d. h. es auf gut Glück wagen mit dem Kampfe. THaρ S⁴ναχαν= verfolgen durch Anbringung einer Klage. Suer, †ειον= zur Feier der Hochzeit opfern.
Da nun der Accusativ bloss in der unbestimmtesten Weise verbindet, nur andeutet, dass eine Handlung in irgend einer Weise auf ein Object einwirkt, während allein Sinn und Verbindung über die jedesmalige Bedeutung entscheidet, so kann folgerichtig auch ein an sich schon so com- plicirter Begriff wie slνμνα ety irgendwie näher bestimmt werden, sei es seiner Wirkung nach oder in einer anderen Richtung; es tritt dann zu dem Ausdruck noch ein Accusativ, wie in dανπα v rot 59xr Erahvov(R. a. a. o. p. 187)= ich opferte zum Abschluss des Bündnisses, was dir zum Tode war, schloss ein Bündnis, welches dir den Tod brachte, gewissermassen ich bündniste dir den Tod. Hier sind wir freilich bei einer Anwendung des Accusativ angelangt, welche weder im Arischen noch in den europäischen Zweigen ihr Analogon findet.
Auch abgesehen von solchen eigentümlich complicirten Fällen kann das Griechische die aller- verschiedensten Ausdrücke, welche schon ein Verb mit seinem Objectcasus enthalten, sozusagen noch einmal transitiv machen, d. h. sie durch ein neuerdings beigegebenes Object in irgend einer Weise, welche wieder lediglich der Zusammenhang bestimmt, persönlich oder sächlich ergänzen. Auch in dieser weniger auffallenden Anwendung eines doppelten Accusativ steht das Griechische obenan, weil die im Wesen des Casus liegende Wirkungssphäre nirgends sonst so klar und so con-— sequent festgehalten wird wie hier. Dabei ist keineswegs immer zu scheiden, ob das eine der beiden Objecte bloss im abgeblassten Sinne eines reinen Adverb zu fassen ist, oder ob eine innigere Be- ziehung stattfindet. Von den ziemlich überall üblichen doppelten Accusativen bei lehren, fordern kann hier abgesehen werden, auch den bei berauben teilt das Griechische mit dem Avesta. Mehr aus den gewohnten Bahnen heraus treten schon Fälle wie kxναικσ 5- Ltv Teöοο— Bäley, doch er- innere ich an den genannten fast wortlich entsprechenden Fall aus dem Avesta; oder prftépa Easa axepdevta οςννa; JPaνν νρᷣαρρ αb iνα, dlaa dοαᷣε ν εt wva; im ersten der beiden letzten Falle wiegt in Toaꝓs roeςεᷣ α nur der Begriff des Anklagens vor, fast wie wenn dasselbe ein einfaches transitives Verb wäre, im zweiten hat der Begriff des dπαφςνκ νεν derart das UÜbergewicht, dass Slxag wie der persönliche Accusativ in ziemlich gleicher Weise, eines das andere erläuternd, als Objecte zu fassen sind. Ahnlich ist dies bei rev 5 ν ςα 5οσνι τέιι⁴; wohl auch bei àꝓρα Xev ꝓε 5ατnl Broty AXMοοςα ν Aοy, doch neigt das nachfolgende rloy nach der Seite einer ploss adverbialen, erklärenden Nebenbestimmung au Sturıο Aoς. Dieselbe Auffassung herrscht wohl bei rpt- B1ASOda Ty Ay re-hos vor, oder in ν ν˙6v, EXEw ee Awa†ey, desgleichen bei den Aus- drücken des Anziehens, in ανκι tw SvOGhæ aναιοo. Dagegen ist in&†α ε˙ oοεtv, uuν οεv, uα XETSty... ktvx jedenfalls der Ausdruck dρμανν oοee... lediglich wie ein einfaches transitives Verb gefasst. cf. noch aus der grossen Menge hierhergehöriger Fälle ri vauuay dπεοαααmνε˙α ονς Koprydlou— änavta Evetα eyts Hε, was vollständig die früher erwähnte Auffassung des Avesta wiedergiebt, und das sehr kühne 5 Héray korey öatye SInkawa, wo wir gar nicht anders über- setzen können als: sie wob am grossen Webestuhl ein...
Der hier angedeuteten Grundrichtung gemäss macht das Griechische auch von dem Ausdruck des sog. inneren Objects ausgiebigen Gebrauch, sowohl in der gewöhnlichen Weise, wobei Accusativ


