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Gericht Niederschlettenbach und das Dorf Erlenbach. Er geriet aber in schwere Händel mit dem Abt von Weissenburg, in die Kaiser und Papst sich mischten, und starb 1503 im Bann. Sein Sohn Christoph behauptete sich wenigstens im Besitz jener erstgenannten Burgen(O-R.), erhielt 1543 auch die weibliche Erbfolge zugesichert und vererbte sie daher, als er bald nach 1545 starb, auf seinen Tochtermann Friedrich v. Fleckenstein.(Hans von Dr. war nach dem Zeugniss des Abtes Trithemius ein Bruder des Bischofs Thilman[= Thilo] von Merseburg[1466— 1514]), stammte also aus der noch heute in der Provinz Sachsen blühenden Familie von Trotha, wofür auch das Wappen des Ritters Hans spricht.) Auch diesseits des Rheins kommen die v. Dr. vor, z. B. unter den Burgmannen des Auerbacher Schlosses in der hessischen Provinz Starkenburg, sind aber wohl nicht dem Kanton Od. zuzuweisen.— Lehmann, urk. Gesch. der Burgen der bayer. Pfalz I, 57 ff.; 215; Wagner, Beschr. v. Hessen I, 7; Lehmann, Gesch. d. Hzts. Zweibrücken 282; 298.
von Düdelsheim(Diedelsheim) treten schon im 14. Jh. unter den Burgmannen von Friedberg auf; im 15. Jh. besassen sie hanauische und wertheimische Lehen. Bei den Be- strebungen, die zu einer festeren Organisation der rheinischen Reichsritterschaft führten, waren sie beteiligt: zwei der Familie unterzeichneten den mittelrheinisch-wetterauischen Ritterverein vom Jahre 1522; in demselben Jahre nahmen sie mit anderen Friedberger Burgmannen an der sickingischen Fehde teil. Die Familie hat das 16. Jh. nicht überlebt. — In derselben Zeit tritt eine gleichnamige Familie(Dittelsneim) auch auf dem linken Rheinufer auf; sie stammt nach Widder von dem Dorfe Dittelsheim in Rheinhessen, worüber ihr die Vogtei zustand, und erlosch im 16. Jh.— Fichard, Wetteravia; Steiner, Bach- gau II, 122; Aschbach, Gesch. d. Grafen v. Wertheim I, 376 f.; Mader, Magaz. I, 455; Dieffenbach, Gesch. d. Stadt und Burg Friedberg 180; Widder, Beschr. d. Rheinpfalz III, 71 f.; Wagner, Beschr. v. Hessen II, 21.
Düne(Dune) von Leiningen. Diese rheinische Familie gehörte dem Kanton O-R. an; sie besass Anteil an der Obrigkeit und Herrlichkeit zu Hamm(bei Osthofen in Rhein- hessen) als kurpfälzisches Lehen. Sie wird selten erwähnt und ist wohl noch im 16. Jh. erloschen.— Widder, Beschr. d. kurfürstl. Pfalz am Rhein III, 83; Wagner, Beschr. von Hessen II, 39.— Sollten hierher die Dime v. Leiningen gehören, die im 16. Jh. in Berg- haupten in der Ortenau ein strassburgisches Lehen besassen, das 1557 heimfiel?— Ruppert, Gesch. der Mortenau I, 245.
von Därckheim, s. Eckbrecht v. Dürckheim.
von Düren, Ministerialen der Dynasten von Düren(† 1323) in der Wingarteiba, besassen in der Nachbarschaft ihres Stammsitzes zu Walldürn(im Grossherzogtum Baden) nicht unbedeutende Güter, mit denen sie zu Od. steuerten: Anteil an dem Ganerbendorfe Hainstadt, Güter zu Mudau, Ripperg u. a; entfernter lag das Rittergut Hengstfeld bei Gerabronn in Württemberg, das ihnen vor den v. Wolmershausen gehörte. Vorübergehend (1486) erscheinen die v. D. auch unter den Ganerben des Schlosses Ebersberg bei Back- nang, dessen Besitzer später zu K. steuerten. Die Familie, die meist in kurmainzischen Diensten vorkommt, erlosch bereits 1582 mit Michael; ihre Besitzungen fielen z. g. T. an Kurmainz. Die noch blühenden Freiherrn von Adelsheim sind ein Zweig derselben Familie.


