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2 (1901) Die Familien der ehemaligen unmittelbaren Reichsritterschaft in Schwaben, Franken und am Rhein / Edward Stendell
Entstehung
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losch, seit 1624 freiherrlich i. J. 1856. Seit Anfang des 17. Jhs. gehörte es auch zur reichsunmittelbaren Ritterschaft in Schwaben. Damals erheiratete Hans Urban v. Cl. mit Magdalene v. Ehingen die Herrschaft Neuneck mit Böffingen und ½ Wörnersberg(O. a. Freudenstadt) und die Rittergüter Kilchberg und Wankheim(O. a. Tübingen) und kaufte 1604 noch das ebenfalls bei Tübingen gelegene Rittergut Bläsiberg hinzu. Erstgenannte Herrschaft wurde zwar schon 1614 an Württemberg veräussert, mit dem übrigen Besitz aber blieb die Familie Mitglied bei N.; 1645 erscheint Georg Stephan v. Cl. als Ritter- hauptmann des genannten Kantons, und Georg Ehrenreich Fh. v. Cl. zu Heidenburg(dies der Name des Stammsitzes der Familie in Niederbaiern) war einer der Vertreter desselben Ritterortes auf den V-Ortskonventen zu Ulm und Esslingen 1674 und 1680. Der oben genannte Ritterhauptmann war es wohl auch, der das Rittergut Mühlhausen a/Neckar (unterhalb Stuttgart) erwarb und dadurch bei K. Mitglied wurde. Das 18. Jh. brachte die Veräusserung aller genannten Güter: 1721 wurden Kilchberg, Wankheim und Mühlhausen a/N., der Rest 1768 verkauft. Rudhardt, Gesch. d. Landstände in Bayern I, 34; Beschr. d. O. a. Freudenstadt unt. Neuneck; Beschr. d. O. a. Tübingen 358; 406 ff.; 483; Beschr. d. O. a. Cannstatt unter Mühlhausen a/N.; Mader, Magazin 10, 104 f. Die jetzigen Frei- herrn v. Cl.(in Baiern) stammen in weiblicher Linie von der erloschenen Familie ab; vgl. Seyler, Adelsb. d. Königr. Bayern 13.

von Cornberg. Stammyvater dieser Familie ist Philipp Wilhelm, ein natürlicher Sohn des Landgrafen Wilhelmn IV. von Hessen. dem der Vater das aufgehobene Kloster C. bei Sontra gab, nach dem er sich nannte. Die Familie gehörte somit zur hessischen landsässigen Ritterschaft, besass aber 1602 1677 die Hälfte des Gerichts Kettenbach auf dem Einrich (im nassauischen Amt Wehen), mit dem sie, wie die späteren Besitzer, zu M-R. gesteuert zu haben scheint; wenigstens findet sie sich in den Mitgliederlisten. Ersch u. Gruber, Encycl. unter Auburg; Landau, Beschr. d. Kurf. Hessen 288; Vogel, Topogr. v. Nassau 249.

von Crailsheim, alte fränkische, urkundlich 1221 mit Walter v. Cr. auftretende, heute(als Freiherrn) in Württemberg und Bayern blühende Familie, stammt von dem Burg- stall in der württembergischen Oberamtsstadt Crailsheim und verbreitete sich frühzeitig in vielen Zweigen in der Umgegend von Crailsheim, Dinkelsbühl und Hall; seit dem 15. Ih. fasste sie auch in den Maingegenden festen Fuss. Besonders das 16. Jh. ist durch eine stattliche Reihe von Erwerbungen gekennzeichnet: 1500 Mainsontheim, 1524 Walsdorf, 1545 Altenschönbach und Neuhaus, 1549 Braunsbach, 1550 Sommersdorf, 1565 Schloss Thann, 1584 Schloss Rügland, 1585 Bingärtlein, 1600 Michelbach a/Lücke, 1614 Rödelsee u. a., denen gegenüber die Verluste nur geringfügig sind: 1631 ging Michelbach a/L., 1637 Braunsbach, 1647 Erkenbrechtshausen verloren. Vorteilhaft für den Wohlstand der Familie war es, dass Ende des 17. Jhs. nur noch zwei Brüder übrig waren, von denen Johann Ulrich allein das Geschlecht fortpflanzte. Mit ihrem Besitz, der sich von Kocher und Jagst bis in die Gegend von Bamberg erstreckte, waren sie Mitglieder bei Od.(Hornberg, Morstein u. a.), A.(Rügland, Thann, Sommersdorf u. a.) und S.(Fröhstockheim, Rödelsee, Neuhaus a/Aisch u. s. w.). Bei diesen Kantonen bekleideten sie öfter Chargen: Wolfgang( 1637) war Ritterhauptmann bei Od., Georg Friedrich( 1647), Hannibal Friedrich( 1744), als be- sonders einflussreich und thätig gerühmt, und Ernst Ludwig Sebastian( 1823) versahen