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3 (1874)
Entstehung
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36 lauter zu verkündigen und die das ewige Leben gründenden uud erhaltenden Gnadengüter nach Seinem Befehl getreulich zu ver⸗ walten.

Ja, der Chriſt kennt Seinen Herrn und weiß, wem er zu gehorchen hat. Das bekannte Wort, das die heiligen Apoſtel Petrus und Johaunnes mit freudiger Unerſchrockenheit vor dem hohen Rat der Juden geredet haben, der von ſeinem Gewißen geſtraft das üb rwindende Zeugnis von Chriſto dem Auferſtandenen zu unterdrücken trachtete: richtet ihr ſelbſt, ob es vor Gott recht ſei, daß wir euch mehr gehorchen, denn Gott; wir können es ja nicht laßen, daß wir nicht reden ſollten, was wir geſehen und gehört haben; das Wort, es gilt für jeden treuen Zeugen noch heute gerade ſo, wie vor achtzehnhundert Jahren.

Es war das Wort, das dem erſtem Märiyrer den chriſtlichen Kirche Stephanus den Heldenmut gab, nicht nur in Kraft des heiligen Geiſtes vor ſeinen erbitterten Feinden von dem Gerechten zu zeugen, des Verräter und Mörder ſie geworden waren, ſondern auch was mehr iſt unter den Steinwürfen der Chriſtus⸗ verfolger und ſchon zum Tode getroffen, im ſeligen Aufblick zu der Herrlichkeit deſſen, der erhöht iſt zur Rechten der Majeſtät Gottes, noch zu rufen: Herr, behalte ihnen dieſe Sünde nicht!

Und als nachmals auch der römiſche Imperialismus ſich aufmachte, und unter andern in der Mitte des 2. Jahrhunderts der Philoſoph unter den Antoninen, der ſtolze Kaiſer Mark Aurel ſich nicht ſchämte, den greiſen Biſchof von Smyrna, Polykarp, zu verfolgen und darauf der römiſche Richter an den gefangenen Märtyrer das gottesläſterliche Anſinnen ſtellte, ſeinem Herrn zu fluchen, da hat er den tödtlichen Angriff mit der ſiegrechen Ant⸗ wort zurückgeſchlagen: ſechs und achtzig Jahre bin ich in Seinem Dienſte und Er hat mir nie etwas zu Leide gethan; wie ſollte ich dem Könige fluchen, der mich ſelig gemacht hat?

In demſelben Gehorſam gegen ſeinen Herrn und Heiland, hochgelobt in Ewigkeit, gieng am 24. September 258 Cyprian, der Biſchof von Karthago, freudig in den Tod; ja, in dieſem