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haupt, ſo auch für unſer Thema, für eine richtige Erkenntnis des wahren Gehorſams von der größten Bedeutung, dieſen Geſichts⸗ punkt vor allem feſtzuhalten.
Aber reden wir nicht auch von einem Gehorſam, den wir „der Warheit“ oder dem Bekenntnis unſerer Kirche oder„der Kirche“ ſelbſt zu leiſten ſchuldig ſind? Oder nicht auch von einem Gehorſam unter die Macht der öffentlichen Meinung, oder unter den Zeitgeiſt oder auch unter die Sünde? Allerdings; aber in allen dieſen Fällen dürfen wir nicht vergeßen, auf die Quelle zurückzugehen, damit wir nicht am Ende leere, ſchattenhafte Ab⸗ ſtractionen für die concrete, lebendige Warheit eintauſchen.
Auch das Wort Gottes ermahnt uns,„der Warheit“ zu gehorchen; aber wir werden damit nicht auf einen allgemeinen, vielleicht erſt noch zu ermittelnden unbeſtimmten Gedankeninhalt hingewieſen(— dann hätte Pilatus Recht mit ſeiner Frage voll kalten bitteren Hohnes: was iſt Warheit?—), ſondern auf den, der von ſich ſagen kann: ich bin die Warheit. Was von ihm aus⸗ ausgeht, die Offenbarung Seines heiligen perſönlichen Willens und Seiner von ihm vollendeten Erlöſungsthaten— das iſt die Warheit. — Und wenn wir geloben, uns in den Gehorſam der heiligen chriſtlichen Kirche zu begeben, ſo wißen wir dabei auf das Be⸗ ſtimmteſte, daß die Kirche iſt der Leib des Herrn, Er das leben⸗ dige Haupt, und Sein Geiſt und Wille das Geſetz ihres Lebens. Alſo Ihm anzuhängen und bei Ihm zu bleiben, das iſt der In⸗ halt unſeres Gelöbniſſes;— gerade ſo, wie wir mit dem Ent— ſchluße, dem theueren Bekenutnis unſerer evangeliſchen Kirche, der Augustana, gehorſam zu ſein, uns nicht an ein unbeſtimmtes All⸗ gemeine oder gar— wie es die Feinde des chriſtlichen Glaubens unwahrer und uuredlicher Weiſe darzuſtellen belieben— an den todten Buchſtaben gebunden wißen, ſondern an Ihn ſelbſt, den Fürſten des Lebens, der da iſt und der da war und der da ſein wird; an Sein und Seiner heiligen Apoſtel unvergängliches Wort der Warheit und des ewigen Lebens.
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