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Einflusz äuszern und dadurch mit zur Wirkung beitragen(quae vim aliquam ad confi- ciendum adferunt); aliquam ist durchaus ohne besonderen Ton. Acehnlich ist es
15,52 extrema tibi restat pars; das Pronomen tibi ist hier völlig enklitisch und wird durch das stark betonte extrema ganz in Schatten gestellt; ist ja auch an sich nicht unbedingt nötig
Ggl. 7,25; 38.122). Um derselben Enklisis des Pronomens willen, wie auch aus euphonischen und rhythmischen Rücksichten ist ebenso
4,11 quas res sibi proponet orator zu lesen: für die collocatio gelten in den drei gene- ribus dicendi verschiedenen Gesichtspunkte; sie richte betreffenden genus) bezweckt; im genus u. s. w. Hierher ist auch zu rechnen
t sich nach dem, was der Redner(in dem demonstrativum hat er die delectatio im Auge
31,10s ommes argumentationes. ohne irgend welche Betonung von omnes, wo die Nach- stellung von omnes auch schon um deswillen zu verwerfen ist, weil sonst diesz Wort leicht zu
repetitae gezogen werden könnte; der Nachdruck ruht auf quo(argumentationes) coniician- tur. Auch
24,8, ruht der Ton nicht auf omnia, sondern auf ita, und ist daher ad quem omnia ita referuntur richtig: im genus deliberativum ist allerdings der Endzweck die utilitas, aber mit der Beschränkung ist alles auf diesz Ziel gerichtet, dasz zuvor die Möglichkeit oder Unmög- lichkeit, wie die Notwendigkeit feststehen musz(de or. II 82.2, 6). Dagegen 40,13 ist die Betonung entscheidend für quae su menda in argumentando sint: zu wiszen, welche Beweise (bei der Beweisführung) aus den sedes argumentorum in dem concreten Fall genommen (3,8; 5,1 5- 17; 8, 28;3 12,4 u. a. a. St.) oder gewält(de or. II 22, ,) werden müszen, wie diesz auch schon 13,„ f., wo eben von der argumentatio die Rede ist, deutlich hervortritt: quae sumpta ex locis eis, qui sunt expositi und hernach ea(sc. argumentatio) conficitur, cum sum- pseris aut non dubia aut probabilia.
zu den Fällen, in denen die übliche Lesart auch die richtige ist, gehört weiter ohne Zweifel
26,„2 si ipsa minus honestas(& ⁴ ⁴ις ⁴⁶ 22⁶): denn so roh ist Niemand, dasz wenn auch nicht die Hinweisung auf das Sittlichgute ansich, doch die Hinweisung auf Schimpf und Schande(die ihn treffen könnten) einen bedeutenden Eindruck auf ihn mache.
An derselben Stelle ist übrigens auch indoctos imperitosque(nicht umgekehrt) zu lesen als Gegensatz zu homines bene institutos, wie kurz zuvor 24,5" alterum indoctum et agreste — oder de off. II 2,, positiv a doctis et eruditis.
Endlich scheinen mir noch drei unter den angeführten Stellen zu denen zu gehören, in denen die Vaulgatlesart zu billigen ist:
3,,„ proprium habet iam ex eo nomen: das dritte genus dicendi nennt Cicero hier exornatio (20, 4), fügt aber gleich hinzu: diese letztere hat jedoch, weil sie vorzugsweise zu laudationes verwendet wird,(nun) eben daher ihre specielle Benennung, nämlich Lobrede(laudatio


