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seine Salaminier seinem schweren Leiden wehren würden, konnte in der Seele des Ajas auch nicht auf einen Augenblick aufsteigen, da er nur zu gut wuszte, dasz sie dazu auch bei dem besten Willen nicht im Stande waren: sie vermochten ihm wol in seinem Leid wenigstens noch eine Zufluchtsstätte zu gewähren und ihn allenfalls vor dem Hohn der Atriden und der drohenden Rache der Argiver zu schützen;— dieser Hoffnung konnte sich Ajas einmal in einem rasch vorübergehenden Momente hingeben; aber in seinen Mannen die zukünftigen Retter von seiner uνναμοωπν/, in ihrem ganzen Umfange sehen, das war für den unglücklichen Mann schlechthin unmöglich; dann hätten sie ja die Macht haben müszen, Geschehenes ungeschehen zu machen, aber 10 qœανοεντες e deνeν dyεέυννεον ττοιετνι)
und
100„ d παιστοασεμένυν
y ding ze ul παοσα diνανν αmCντον ος‿ ꝭν
100 dπ⁴ᷣ μέιωσννςπτσασηνν υmνυαα Hέιαανς ενυρόυνν τοε ³), geschweige denn die Schiffsmannen von Salamis. Von dem Stachel der einmal voll- brachten That konnten den gefallenen Helden auch seine getreuen Waffengenossen nicht befreien, daran war kein Gedanke; höchtens vor äuszeren Folgen, vor Beschimpfung und Mishandlung durch die Atriden und das Argiverheer wären sie wol im Stande ge- wesen, ihren Herren zu vertheidigen. Aber eben weil diese allerdings mögliche Hülfe vor der absolut unmöglichen Rettung von dem Fluch der bösen That als ganz unbe- deutend und geringfägig völlig zurücktritt, giebt Ajas diesen mit dem Anblick der Sala- minier in ihm aufsteigenden Gedanken sogleich wieder auf, da sie ihm ja doch in der That und Wahrheit wirkliche Befreiung von seinem Leiden nicht verschaffen können.
Daher vermute ich, die ursprüngliche Lesart war:
0 10ο, 0ε 10*⁴eοω dédoοzα ο(π ο).ε̈ꝓν εmOeααρααςαοσνσ,
A⁴ μ dυω⁴‿αιεον „die ihr durch die hohe See das Ruder schwingend mein Schiff mit euerer Seefahrerkunst sicher hierher geleitet habt(— sie sind ja„αsς eοννπννον τ e v. 201(199 W.)—) ja fürwahr du getreues Schiffervolk, bei dir allein sehe ich noch eine Zufluchtsstätte für mich, du allein wirst mir für die Zukunft noch eine Stätte gewähren, wo ich wenigstens hleiben kann;— doch nein morde mich lieber auch zu diesen Thieren hier, den Zeugen meiner Schande; meines Bleibens ist nirgends, denn im Ha- des.“ Denn das ists doch eben, was allmählich in Ajas Seele zur unerschütterlichen Ge- wisheit wird, dasz er schlechthin keinen Ausweg mehr hat, wie er denn nachher, man
1) Trach. 745(754 W.).
2) Pind. Olymp. II. 29(15). 2


